Erstellt am 19. August 2011, 12:08

Verbrauchervertrauen: Österreich ist optimistisch. Das Verbrauchervertrauen ist in Österreich zwar wieder leicht gesunken, doch optimistischer sind in Europa nur die Schweizer, Dänen und Norweger - das geht aus einer Nielsen-Studien hervor, bei der im Zeitraum Mai/Juni 2011 rund 31.000 Online-User aus mehr als 50 Ländern - darunter 500 aus Österreich - befragt wurden.

Der für Österreich errechnete "Consumer Confidence Index" (CCI) ist im 2. Quartal auf 94 zurückgegangen (von 97 im 1. Quartal). Die Schweizer kommen auf einen CCI von 108, in Deutschland ist er auf 88 gefallen, von 92 im 1. Quartal 2011. Auch weltweit (89 Punkte) ist das Vertrauen leicht zurückgegangen. Das liegt vor allem an rückläufigen Entwicklungen im Nahen Osten & Afrika sowie im Raum Asien/Pazifik. In Europa sorgen Länder wie Griechenland für einen relativ geringen Durchschnittswert (74 Punkte).

"Schwache Konjunkturdaten und verlangsamte Produktionsleistung und Inflation in Asien, eine Intensivierung der Schuldenkrise in Europa und anhaltende politische Instabilität im Nahen Osten zusammen mit steigenden Haushaltsausgaben in den USA zeigen weltweit Auswirkungen auf das fragile Vertrauen der Verbraucher", erklärte Petra Kacnik, die bei Nielsen für die Verbraucherforschung für die DACH-Region zuständig ist.

Der CCI basiert auf drei Fragen: Der Einschätzung der Berufsaussichten und der persönlichen finanziellen Situation in den kommenden zwölf Monaten, sowie nach geplanten Anschaffungen, wo an erster Stelle Urlaub/Reisen mit 39 Prozent Nennungen steht. 55 Prozent der Konsumenten schätzen ihre Berufsaussichten und ihre zukünftige finanzielle Situation als gut ein. Die größten Sorgen und Ängste der Verbraucher in Österreich drehen sich um steigende Wohnnebenkosten (25 Prozent), Lebensmittelpreise (19 Prozent) und die wirtschaftliche Lage (18 Prozent).