Erstellt am 28. November 2012, 07:31

Verbrennungsanlage landet im „Müll“. Projektaus | Energie Burgenland distanziert sich nun offiziell vom Projekt der geplanten Reststoffverwertungsanlage in Heiligenkreuz.

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Von Bettina Eder und Carina Ganster

BURGENLAND | Was die BVZ bereits im Februar berichtete (siehe Faksimile) wurde in der vergangenen Woche nun offiziell bestätigt. Die Reststoffverwertungsanlage Heiligenkreuz wird nicht gebaut. Das heftig umstrittene, von der BEGAS initiierte Projekt wird vom Nachfolgeunternehmen Energie Burgenland nicht weitergeführt. Fünf Millionen Euro und fünf Jahre Planungsarbeit liefen in das Projekt, dass unter den mittlerweile gekündigten BEGAS-Vorständen Rudolf Simandl und Reinhard Schweifer gestartet wurde. Zuletzt war im Mai 2012 der UVP-Genehmigungsbescheid des Umweltsenats aufgehoben worden, das Verfahren ging zurück an den Umweltsenat. Der Hauptgrund für das Aus: Die Anlage wäre nicht wirtschaftlich und passe auch nicht in das Unternehmenskonzept der Energie Burgenland, sagte Vorstandssprecher Michael Gerbavsits.

Jubelstimmung herrscht darüber bei den Bürgerinitiativen „BIGAS“ und „Pro Natura St. Gotthard“ sowie bei Greenpeace. „Es war ein jahrelanger Kampf gegen dieses unnötige Projekt. Heute ist ein großer Tag“, jubelte Grünen-Umweltsprecherin Christiane Brunner. Auch Greenpeace freut sich über das Aus. Man habe seit 2008 gemeinsam mit den Menschen vor Ort in Österreich und im benachbarten Ungarn gegen die Errichtung dieses Projektes gekämpft. „Die SPÖ steht hinter der Entscheidung des Vorstandes der Energie Burgenland, das Projekt einer Reststoffverwertungsanlage in Heiligenkreuz zu stoppen“, sagte SPÖ-Landtagsabgeordneter Ewald Schnecker. Auch bei der ÖVP ist man zufrieden. Klubobmann Rudi Srommer: „Die Begeisterung für dieses Projekt hat sich immer in Grenzen gehalten, deshalb findet diese wirtschaftliche Entscheidung unsere ungeteilte Zustimmung.“