Erstellt am 29. Februar 2012, 12:42

Verbund 2011 mit mehr Umsatz, aber weniger Gewinn. Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber hat am Mittwoch eine positive Bilanz über das vergangene Geschäftsjahr des börsenotierten Stromkonzerns gezogen.

"Wenn wir berücksichtigen, dass uns die schlechtere Wasserführung etwa 120 Millionen gekostet hat, dann war das Jahr 2011 in der Produktion und im operativen Ergebnis ein durchaus sehr zufriedenstellendes."

Der Verbund hat 2011 seinen Umsatz um 16,9 Prozent auf 3,865 Mrd. Euro gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen, die im Schnitt mit einem Umsatz von 3,614 Mrd. Euro gerechnet hatten. Das Konzernergebnis ging jedoch um 12 Prozent auf 352,6 Mio. Euro zurück. Das operative Ergebnis stieg um 20,9 Prozent auf 1.001,6 Mio. Euro.

Gedrückt wurde das Ergebnis durch die Tatsache, dass 2011 ein sehr trockenes Jahr war. "Der langjährige Durchschnitt der Wasserführung wurde um 11 Prozent unterschritten. Ein Prozent weniger Wasserführung im Vergleich zum 30-jährigen Durchschnitt kostet uns in etwa 12 Millionen Euro am Gewinn." 2010 sei die Wasserführung um ein Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt gelegen.

Die Stromaufbringung des Verbund ist 2011 um 15,6 Prozent gestiegen, um 8,667 TWh. Dabei ging die Wasserkraftproduktion um 9,3 Prozent zurück. Im Wärmekraftwerks-Bereich gab es einen Zuwachs um gut 27 Prozent. Das sei aber insbesondere darauf zurückzuführen, dass der Verbund in Folge der Restrukturierung in Frankreich die dortigen Gaskraftwerke nun zur Gänze in seinem Portfolio habe, sagte Anzengruber. Außerdem sei das neue Kraftwerk Mellach in Betrieb genommen worden.

Im Wind- und Solarbereich sei die Produktion um etwa 13,5 Prozent gesteigert worden. Entscheidend für den Gesamtzuwachs von rund 15 Prozent sei aber der Fremdbezug gewesen, der um 40,5 Prozent gestiegen sei.