Erstellt am 29. Februar 2012, 09:58

Verbund 2011 mit mehr Umsatz, aber weniger Gewinn. Der börsenotierte Stromkonzern Verbund hat 2011 seinen Umsatz um 16,9 Prozent auf 3,865 Mrd. Euro gesteigert und damit die Erwartungen der befragten Analysten übertroffen, die im Schnitt mit einem Umsatz von 3,614 Mrd. Euro gerechnet hatten.

Das Konzernergebnis ging jedoch um 12 Prozent auf 352,6 Mio. Euro zurück. Das operative Ergebnis stieg um 20,9 Prozent auf 1.001,6 Mio. Euro.

Dass trotz der gestiegenen Erlöse und des um ein Fünftel verbesserten operativen Ergebnisses unterm Strich weniger blieb als im Vorjahr, liege an Fremdwährungs- und Bewertungseffekten, heißt es dazu erläuternd. Der operative Cash-Flow stieg um 6,6 Prozent, der Free Cash-Flow war erstmals seit 2007 wieder positiv. Die Nettoverschuldung wurde von 96,8 Prozent auf 81,9 Prozent gesenkt.

Der Erzeugungskoeffizient, die Maßzahl für die Erzeugung aus Lauf- und Laufschwellkraftwerken, lag 2011 mit einem Wert von 0,89 um 11 Prozent unter dem langjährigen Mittel und um 10 Prozentpunkte unter dem bereits niedrigen Vorjahreswert. Die für das Geschäftsjahr 2011 maßgeblichen Strompreise (im Jahr 2010 gehandelte Forward-Kontrakte "Year Base 2011") lagen mit durchschnittlich 49,9 Euro/MWh um 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Positiv schlug sich im operativen Ergebnis die Rücknahme einer Wertberichtigung nieder.

Für alle privaten Kunden, bestehende und neue, will der Verbund den Strompreis bis 2014 stabil halten und darüber hinaus werde man im kommenden Sommer auch die Senkung aus dem Ökostromgesetz weitergeben, heißt es. Ein Ergebnisausblick für das laufende Jahr 2012 sei "vor dem Hintergrund der Unsicherheiten des makroökonomischen und finanzwirtschaftlichen Umfelds sowie der daraus resultierenden schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen" seriös nicht möglich.