Erstellt am 10. April 2012, 14:31

Verhandlungsrunde um neue Post-Gehälter. Am Dienstag sitzen sich in der Postzentrale im 3. Wiener Gemeindebezirk wieder Postchef Georg Pölzl und die Spitzen der Belegschaftsvertretung zu Verhandlungen über ein neues Gehaltsschema für die Briefträger zusammen.

Künftig soll die tatsächlich benötigte Arbeitszeit stärker berücksichtigt werden, wofür die Postler mit einem Handheld mit GPS-Funktion ausgestattet werden sollen.

Der Postgewerkschaft geht es darum, dass es zu keiner finanziellen Schlechterstellung der Kollegen kommt, außerdem wehren sie sich gegen ein "Bespitzeln" durch die GPS-Ortung. Für eine GPS-Lösung ist eine Betriebsvereinbarung notwendig. Die Paketzusteller der Post nutzen bereits Handhelds, können aber nicht geortet werden, wie die Post versichert.

Außerdem geht es um die Umstellungen bei den Werbezustellungen. Durch die Bündelung in Kuverts und die damit verbundene Automatisierung erhofft sich die Post AG eine kundenfreundlichere Zustellung - und geringere Kosten durch weniger Arbeitsaufwand.

Laut dem Chef der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG), Manfred Wiedner, drohen den Briefzustellern Einkommensverluste von bis zu 30 Prozent - 15 bis 20 Prozent der Mitarbeiter könnten abgebaut werden. Postchef Georg Pölzl widerspricht diesen Zahlen vehement. Während Wiedner bereits Getreue um sich versammelt hat und mit Kampfmaßnahmen droht, setzt die Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter (FSG) weiterhin auf Verhandlungen.

Von einem besonderen Problem bei der gesammelten Zustellung berichteten die "Salzburger Nachrichten". In den Landgemeinden häufen sich die Beschwerden über zu spät oder zu knapp zugestellte Partezettel. Um den längeren Postweg zu berücksichtigen, werden in manchen Fällen die Begräbnisse später angesetzt.