Erstellt am 18. Juni 2014, 09:51

von Michael Pekovics

Verkehr: Aufpassen zu Fronleichnam. Zu Fronleichnam ereignen sich im Burgenland immer wieder zahlreiche Verkehrsunfälle. Der Verkehrsclub Österreich rät zu erhöhter Vorsicht im Straßenverkehr.

Zu Fronleichnam ereignen sich immer wieder schwere Verkehrsunfälle.  |  NOEN, Archiv
Mit Fronleichnam steht ein verlängertes Wochenende bevor, das in den vergangenen Jahren von vielen schweren Verkehrsunfällen überschattet wurde. Der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) macht darauf aufmerksam, dass seit Jahresanfang im Burgenland bereits 13 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, mehr als doppelt so viele wie zur gleichen Zeit des Vorjahres. Der VCÖ appelliert, aufmerksam zu fahren und Tempolimits unbedingt einhalten.

Am kommenden verlängerten Wochenende ist erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr geboten. Der VCÖ weist darauf hin, dass in den vergangenen Jahren im Burgenland das verlängerte Fronleichnam-Wochenende von vielen schweren Verkehrsunfällen überschattet wurde. Zum Glück endete in den vergangenen fünf Jahren am Fronleichnam-Wochenende keiner dieser Unfälle tödlich. "Das Fronleichnam-Wochenende war in der Vergangenheit ähnlich unfallträchtig wie das Pfingstwochenende", warnt VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek.

Bereits 13 Verkehrstote im Jahr 2014

Der VCÖ weist darauf hin, dass heuer auf Burgenlands Straßen bis zum heutigen Tag bereits 13 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, um sieben mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres Auch österreichweit ist die Zahl der tödlichen Unfälle stark gestiegen. 220 Menschen verloren heuer durch Verkehrsunfälle ihr Leben, um 47 mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Jeder dritte tödliche Unfall passierte, weil der Lenker schneller als erlaubt fuhr, so der VCÖ. "Es fehlt häufig das Bewusstsein, dass Schnellfahren kein Kavaliersdelikt ist. Tempolimits werden oft als Mindestgeschwindigkeit betrachtet, was für die Verkehrssicherheit fatal ist", so VCÖ-Expertin Urbanek.

Der VCÖ empfiehlt für die sichere Fahrt besonders aufmerksam, defensiv und rücksichtsvoll zu fahren. Es gilt "don't drink and drive" und "don't phone and drive". Schon mit 0,5 Promille ist das Unfallrisiko doppelt so hoch wie mit 0,0 Promille. Und wer beim Autolenken mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiert so schlecht wie ein Alko-Lenker mit 0,8 Promille, informiert der VCÖ. "Zudem sind die Tempolimits unbedingt einzuhalten. Wer meint, schneller als erlaubt fahren zu können, gefährdet sich und die Gesundheit und das Leben anderer", so VCÖ-Expertin Urbanek.

Zudem empfiehlt der VCÖ wenn möglich öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Mit Pkw und Motorrad ist das Unfallrisiko um ein Vielfaches höher als mit öffentlichen Verkehrsmitteln.