Erstellt am 24. Februar 2014, 14:51

Verkehrsbranche fordert faire Rahmenbedingungen. Mit 1.000 Betrieben und 4.300 Beschäftigten zählt die Verkehrsbranche zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes - bei der Funktionärskonferenz kämpft die Branche um ihr Recht.

Foto: Alexandra Gruber  |  NOEN, Alexandra Gruber
„Wir erwarten uns wirtschaftsfreundliche und faire Rahmenbedingungen, denn nur mit einer funktionierenden Verkehrswirtschaft kann unser Wohlstandsniveau gehalten werden“, sagt Spartenobmann Klaus Sagmeister im Vorfeld der Funktionärskonferenz der Sparte Transport und Verkehr am 26. Februar in der Wirtschaftskammer in Eisenstadt.

Aufhebung des LKW-Nacht-60ers gefordert

„Bei dieser Sitzung werden wir gemeinsam jene Branchenforderungen formulieren, die wir gegenüber der Politik vertreten.“ Konkret stört die Transportbranche der LKW-Nacht-60er, der auch für die anderen Verkehrsteilnehmer gefährlich sei, die zu hohe LKW- und Bus-Maut und die unlautere Konkurrenz durch Gemeindebusse.
 
„Die burgenländische Verkehrswirtschaft mit mehr als 1.000 Betrieben und 4.300 Beschäftigten sichert die Nahversorgung, hält den Wirtschaftskreislauf aufrecht und garantiert eine sichere und zuverlässige Mobilität der Bevölkerung, egal ob im Pendler-, Schüler- oder Freizeitverkehr. Da wollen wir auch von der Politik ernst genommen werden“, so Sagmeister. 

WKO startet Unterschrifteninitiative

Auch die Wirtschaftskammer fordert die Aufhebung des LKW-Nacht-60ers: "Diese Regelung aus dem Jahr 1995, die ursprünglich als Lärmschutzmaßnahme gedacht war, ist mittlerweile antiquiert, gefährdet die Verkehrssicherheit und trägt zu erhöhtem Schadstoffausstoß bei!"

Das Fahren über weite Strecken mit einer Geschwindigkeit von maximal 60km/h sei für die LKW-Lenker monoton und ermüdend und für nachkommende Fahrzeuge aufgrund des hohen Geschwindigkeitsunterschiedes beim Nähern gefährlich. Zudem seien moderne Lkw-Motoren auf die Geschwindigkeit von 80km/h ausgelegt, da hier der Schadstoffausstoß am geringsten sei.