Erstellt am 14. Mai 2012, 10:46

Vertrauen kehrte in heimische Wirtschaft zurück. Das Vertrauen der österreichischen Unternehmen in das eigene Geschäft wie auch in die allgemeine Wirtschaftsentwicklung ist zuletzt gestiegen, geht aus dem halbjährlichen Vertrauensindex von Ernst & Young hervor.

Zwei Drittel der befragten 200 Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage positiv und mehr als die Hälfte erwartet im kommenden Halbjahr eine weitere Verbesserung.

Zwar gebe es weiter Sorge wegen der Schuldenkrise, doch werden die Auswirkungen als weniger gravierend angesehen, so Helmut Maukner, Country Managing Partner von Ernst & Young Österreich. Bei der Befragung im April gingen 46 Prozent (nach 40 Prozent in der vorangehenden Befragung) davon aus, dass Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Irland ihre Probleme in den Griff bekommen werden. Die Mehrheit (54 Prozent) erwartet dies allerdings nicht.

"Im April war definitiv die psychologische Wirkung des Fiskalpakts, der Refinanzierung von Italien und der Einigung mit Griechenland im Marktwetter der Eurozone spürbar - Geld ist geflossen und hat uns eine frühlingshafte Durchschnaufphase beschert. Ob sich der Vertrauensvorschuss der österreichischen Manager für die Eurozone nachhaltig behaupten kann, ist im Licht der neuesten europaweiten Wahlergebnisse allerdings die Frage", warnt Maukner.

Während 39 Prozent die österreichische Wirtschaft positiv einschätzen, werten nur 11 Prozent die Weltwirtschaft als positiv. Auch wenn sich die positive Grundstimmung durch alle Branchen zieht, fällt sie in der Industrie mit 74 Prozent besonders stark aus. Dahinter folgt der Handel mit 69 Prozent positiver Einschätzung der aktuellen Geschäftslage. Das Vertrauen in Regulatoren und Aufsichtsbehörden ist allerdings gesunken.