Erstellt am 13. Juli 2011, 00:00

Viel Schaden durch Hagel. KEINE SORGEN / 20 Prozent der heimischen Weinlese wurden bereits durch Frost und Hagel zerstört. Trotzdem rechnet man im Burgenland mit einer ausgezeichneten Ernte.

Vor allem im Nord- und Mittelburgenland gab es massive Schäden durch Hagel und durch Frost. Am 5. und am 6. Mai war es hier besonders kalt. ZVG  |  NOEN
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VON DORIS SEEBACHER

Die Österreichische Hagelversicherung verzeichnet bereits jetzt enorme Hagelschäden im Burgenland. 4,6 Millionen Euro beträgt der momentane Gesamtschaden für die Winzer, so Landesleiter Günther Kurz. Im Burgenland sind fast 80 Prozent der Winzer gegen Hagelschäden versichert.

Viele hatten das Pech, von Frost und von Hagel gleichzeitig betroffen zu sein, so Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld. Trotzdem: Abgesehen von den Schäden schaut es gut aus, denn die heurigen Trauben sind in einem sehr guten Gesundheitszustand, ergänzt Liegenfeld. Die Weinlese wird für heuer relativ früh erwartet. Die Weißweinernte wird voraussichtlich mit 10. September beginnen, die Rotweinernte etwa zehn Tage später.

Was kann jetzt  noch passieren?

Je später der Hagel, umso schlechter, denn wenn bereits viel Saft in den Trauben ist, beginnen sie leicht zu faulen, so Liegenfeld.

Temperaturen von 25 Grad wären perfekt und alle 14 Tage Regen, erklärt auch Otto Prieler von der Burgenländischen Landwirtschaftskammer. Was die Trauben jetzt nicht so gerne haben: Temperaturen über 30 Grad und Hagel.