Erstellt am 31. August 2012, 10:42

Viele Aufträge: Porr reduzierte Halbjahresverlust. Der börsenotierte Baukonzern Porr meldet für das erste Halbjahr 2012 einen geringeren Verlust und volle Auftragsbücher. Die Produktionsleistung ist allerdings wegen fertiggestellter Großprojekte und auch witterungsbedingt um 7,4 Prozent auf 1,195 (1,291) Mrd. Euro geschrumpft. Das Betriebsergebnis (Ebit) legte auf 18,7 Mio. nach 10,5 Mio. Euro zu.

Das Vorsteuerergebnis war nach wie vor rot, verbesserte sich aber auf -1,5 nach -7 Mio. Euro. Unterm Strich blieb ein Minus von 1,5 Mio. nach einem Verlust von 6,7 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

Generaldirektor Karl-Heinz Strauss sieht den Konzern nach den Halbjahreszahlen "auf dem richtigen Weg", wie er am Freitag mitteilte. Die "selektive Akquisitionspolitik" sowie das im gesamten Konzern implementierte Restrukturierungsprogramm "werden die Porr auch für die kommenden Jahre gut aufstellen." Strauss will sich weiterhin auf die Heimmärkte Österreich, Deutschland, die Schweiz, Polen und Tschechien konzentrieren, wo die Porr 85 Prozent ihrer Produktionsleistung erwirtschaftet.

In Osteuropa hingegen hatte sich Porr die Finger verbrannt, im Vorjahr musste die Gesellschaft in Rumänien und Ungarn über 80 Mio. Euro abschreiben, was in einem Verlust von mehr als 72 Mio. Euro resultierte. Jetzt setzt Porr auf den südost- und osteuropäischen Märkten nur mehr auf "margensichere Infrastrukturprojekte", hieß es im Halbjahresbericht.

Momentan verfügt Porr über volle Orderbücher. Der Auftragseingang stieg per Ende Juni um 36 Prozent auf 1,612 Mrd. Euro, der Auftragsbestand lag mit 3,182 Mrd. Euro um 36 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Umsatz belief sich auf 995,9 nach 984,4 Mio. Euro.

Einen konkreten Ausblick auf das Gesamtjahr gab das Management heute nicht. Im Halbjahresbericht ist von einer "Prognose hinsichtlich des Ergebnisses auf dem Niveau der Regeljahre nach 2008" die Rede.