Erstellt am 30. April 2013, 12:27

Viele österreichische Banken erhöhen Kontopreise. Die Kontogebühren werden von vielen Banken erhöht und die Geschäftsbedingungen geändert, berichten Medien.

Bei der Bank Austria kosten per 1. Juli Kontopakete um 8 Prozent mehr, es handle sich um die erste Preiserhöhung seit vier Jahren. Die Erste Bank habe die Preise mit 1. April im Ausmaß der Inflationsrate um 2,4 Prozent angehoben. Kunden muss eine Erhöhung aber künftig mitgeteilt werden.

Aus der Raiffeisen Landesbank Niederösterreich-Wien heißt es in der Tageszeitung "Österreich" (Dienstag): "Wir werden in den kommenden Monaten Leistungen verstärken und Preise dann entsprechend anpassen." BAWAG P.S.K. und Volksbanken planten vorerst keine Erhöhung.

Ein Bank-Austria-Sprecher erklärte in der "Wiener Zeitung": "Es ist die erste Preisanpassung seit vier Jahren. Wir haben uns am Verbraucherpreisindex orientiert, der in den Jahren 2009 bis 2012 um 8,4 Prozent gestiegen ist." Das gängigste Kontopaket, das "ErfolgsKonto", koste künftig im Quartal um 1,17 Euro mehr.

Geändert werden nun auch die Geschäftsbedingungen. In der Vergangenheit sind die Kontopreise einmal im Jahr an die Inflationsrate angepasst worden, ohne den Kunden in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) das Recht auf Widerspruch einzuräumen. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte im Oktober des Vorjahres nach einer Klage des Verein für Konsumenteninformation (VKI) zahlreiche Klauseln in den AGB für rechtswidrig erklärt.

Der Entscheid stelle nun etwa klar, dass Kontoführungsgebühren zwar an den Verbraucherpreisindex angepasst werden dürfen, allerdings nur dann, wenn das den Kunden mindesten zwei Monate im Voraus mitgeteilt werde, schreibt die "Presse". Eingeschränkt werde auch die Möglichkeit von Zusatzgebühren.