Erstellt am 19. September 2012, 13:38

Viertelmilliarde Euro Wertschöpfung bei BEWAG und BEGAS. Zur Energie Burgenland fusionierte Unternehmen sorgten laut einer IHS-Studie im Geschäftsjahr 2010/11 für einen Beschäftigungseffekt von 2.650 Arbeitsplätzen.

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Das Institut für Höhere Studien (IHS) hat die Wertschöpfung durch die im Juli fusionierten Energieversorger BEWAG und BEGAS unter die Lupe genommen. Die durch die Ausgaben beider Unternehmen im laufenden und im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Bruttowertschöpfung liege auf Österreich umgelegt, jeweils bei über einer Viertelmilliarde Euro. "Im Burgenland waren es in beiden Jahren etwa um die 100 Mio., mit steigender Tendenz", berichtete Alexander Schnabl vom IHS am Mittwoch bei der Präsentation der Studie in Eisenstadt.

"Wir konnten zeigen, dass das Unternehmen 'Energie Burgenland' in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Rolle für das Land Burgenland spielt, aber auch überregional ausstrahlt", stellte Schnabl fest. Für die Untersuchung habe man eine Umwegrentabilitätsrechnung durchgeführt, die die Verknüpfungen zwischen den Wirtschaftssektoren sowie zwischen den Bundesländern berücksichtige. Der Beschäftigungseffekt habe im vergangenen Geschäftsjahr österreichweit 2.650 Arbeitsplätze ausgemacht, im Burgenland waren es etwa 1.150, erläuterte Schnabl. Im laufenden Geschäftsjahr liege der Effekt österreichweit bei 2.500 und im Burgenland bei 1.200 Arbeitsplätzen.

Die steuerlichen Rückflüsse seien sehr hoch: "Im Geschäftsjahr 2010/11 waren in Summe steuerliche Effekte von rund 90 Mio. Euro wirksam", erklärte der Studienautor. Davon erhielten die Sozialversicherungen mit knapp 50 Mio. den Hauptanteil. Etwa 28 Mio. entfielen auf den Bund, rund 2,7 Mio. gingen an die Gemeinden. Den kleinsten Anteil habe mit rund 200.000 Euro das Land erhalten. "Im laufenden Geschäftsjahr rechnen wir in etwa mit der gleichen Größenordnung", so Schnabl.

Die Zahl der Arbeitsplätze im Burgenland sei seit 1970 von 50.000 auf mittlerweile 100.000 gestiegen. Die BEWAG (BEWAG und BEGAS wurden bereits im Juli unter dem Dach der BEWAG fusioniert, das neue Unternehmen tritt ab 1. Oktober offiziell bei den Kunden als Energie Burgenland auf, Anm.) mit rund 850 Arbeitsplätzen leiste einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung, erklärte Landeshauptmann Hans Niessl (S).

Die Studie zeige die Wichtigkeit der Fusionierung von BEWAG und BEGAS, so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V). Die BEWAG trage mit der Windstromproduktion dazu bei, die gesamtösterreichische Energiebilanz zu verbessern. 2012 würden zwei Mio. Tonnen CO2 eingespart. Umgerechnet in Emissionszertifikate, ergebe dies einen Wert von über 15 Mio. Euro.