Erstellt am 15. November 2011, 11:02

VIG mit einem Zehntel mehr Vorsteuergewinn. Die börsenotierte Vienna Insurance Group (VIG) hat heuer auch nach neun Monaten rund ein Zehntel mehr Vorsteuergewinn erwirtschaftet.

Das EGT legte - knapp im Rahmen der Erwartungen - um 9,6 Prozent auf 414 Mio. Euro zu, das Konzernergebnis (Nettogewinn) wuchs um 7,7 Prozent auf 313 Mio. Euro, teilte am Dienstag die Versicherungsgruppe ad-hoc mit.

Abschreibungen auf griechische und italienische Staatsbonds drückten aber das Finanzergebnis. Die Prämieneinnahmen (abgegrenzt) stiegen um 2,7 Prozent auf 6,077 Mrd. Euro. Die Combined Ratio (Kosten und Schäden gemessen an den Einnahmen) verbesserte sich netto auf 97,2 (98,2) Prozent.

Im dritten Quartal allein lag der Gewinn vor Steuern (EGT) bei 131,9 Mio. Euro, nachdem er im Halbjahr bei 282,2 Mio. Euro (+10,4 Prozent) gelegen hatte. Eine EGT-Prognose für das Gesamtjahr wurde zunächst zum Neunmonatsergebnis nicht genannt, bisher hatte VIG-Chef Günter Geyer für heuer wiederholt eine zehnprozentige Steigerung avisiert und zuletzt Mitte Oktober erklärt, dass dies leicht erreicht werden könne. Der Nettogewinn der VIG lag im dritten Quartal bei 98,2 Mio. Euro, im Halbjahr hatte er 215,1 Mio. Euro (+9,5 Prozent) betragen.

In Österreich schrumpften die Einnahmen in den ersten drei Quartalen um 2,2 Prozent auf 3,123 Mrd. Euro. Dabei wuchsen sie in Schaden/Unfall um 10,2 Prozent auf über 1,4 Mrd. Euro. In Leben sanken sie - wegen der Verlängerung der Mindestbindefrist für Einmalerläge - um 12,4 Prozent auf 15 Mrd. Euro. Die Krankenversicherung erzielte einen Zuwachs von 2,7 Prozent auf 252 Mio. Euro. Der Vorsteuergewinn (EGT) lag in Österreich bei 207,3 Mio. Euro, ein Plus von 14,8 Prozent. Die Combined Ratio wurde um 2,3 Prozentpunkte auf 94,6 Prozent verbessert.

Das Finanzergebnis sank im Jahresabstand um 10,8 Prozent auf 799 Mio. Euro. Dieser Wert sei unter anderem durch die Abschreibung des Portfolios an griechischen Staatsanleihen auf 50 Prozent beeinflusst. Darüber hinaus sei eine Wertberichtigung von zehn Prozent auf das Portfolio an italienischen Staatsanleihen vorgenommen worden.