Erstellt am 14. Februar 2012, 14:14

VKI rät von Bauspar-Ausstieg ab. Konsumentenschützer raten von einem Ausstieg aus dem Bausparvertrag wegen der im Sparpaket vorgesehenen Halbierung der Förderung für Bausparen und Zukunftsvorsorge ab:

Aus einem Bausparvertrag jetzt aufgrund der Kürzung der Prämie auszusteigen sei sicher nicht sinnvoll, sagte VKI-Epxerte Walter Hager im Morgenjournal des ORF-Radio.

Bei der Zukunftsvorsorge trauere man der Prämie "sicher nicht nach", so Hager im "Kurier". Das Modell der Zukunftsvorsorge - Kapitalgarantie und Aktienveranlagung - sei grundsätzlich eine Fehlkonstruktion. Scharfe Kritik an der geplanten Förderkürzung kam auch von Wüstenrot-Chefin Susanne Riess.

"Das ist ein unsinnige Maßnahme, die zu 100 Prozent entschärft werden wird", so Riess im "WirtschaftsBlatt". Die Senkung sei eine "Panne, deren Konsequenzen nicht durchdacht sind", denn die Reduzierung treffe vor allem die kleinen Sparer und das sei "alles andere als ausgewogen." In der Zeitung "Österreich" erklärte Riess, sie halte die geplante Prämienhalbierung für "höflich formuliert, in höchstem Maße undurchdacht".

Die Solidarabgabe für Besserverdienende sei bis 2016 befristet, die Halbierung der Bausparprämie - von derzeit bis zu 36 auf 18 Euro im Jahr - dagegen unbefristet. Man hätte ja zumindest sozial ausgleichender agieren können, etwa mit einem Einkommensdeckel, bis zu dem man Bausparprämie zahle, so Riess in den "Salzburger Nachrichten". "Wir werden entsprechend aufklärend bei der Regierung wirken", dann werde diese rasch erkennen, dass sie sich selbst schade.

Die Chefin der Wüstenrot-Bausparkasse wies laut den Medienberichten ebenfalls darauf hin, dass Wohnbau- und Baukonjunktur massiv geschädigt würden. Wenn es weniger Einlagen gebe, könnten die Bausparkassen weniger Kredite vergeben.