Erstellt am 11. Juli 2011, 12:35

voestalpine beharrt auf Kronzeugenregelung. Der Linzer Stahlkonzern voestalpine hat am Montag bekräftigt, in einer deutschen Wettbewerbsuntersuchung zum Schienenmarkt die Kronzeugenregelung in Anspruch zu nehmen. "Wir haben die Anzeige eingebracht und wir haben sie umfassend gemacht. Am Status quo beim Thema Kronzeugenregelung hat sich nichts geändert", sagte voestalpine-Sprecher Gerhard Kürner.

Kürner verweis auf eine am 1. Juli veröffentlichte Unternehmensmitteilung, wonach die voestalpine "seit mehreren Monaten laufend in Kontakt mit dem deutschen Bundeskartellamt und der Staatsanwaltschaft in Bochum" sei und "mit den Behörden an der lückenlosen und raschen Aufklärung des Sachverhalts arbeitet": "Der Konzern rechnet aus heutiger Sicht mit einer Bußgeldbefreiung." Wegen seines Status als Kronzeuge könnten aber "nur eingeschränkt Informationen veröffentlicht werden".

Das "Handelsblatt" schreibt in seiner Montagausgabe, dass Ermittlungen gegen das Schienenkartell doch nicht von der österreichischen Firma ausgelöst worden seien, die Preisabsprachen umfassten zudem nicht nur den Schienen-, sondern auch den Weichen-Bereich.

Die in Wien notierte voestalpine-Aktie verlor im Laufe des Vormittags mehr als 5,0 Prozent.