Erstellt am 10. Dezember 2012, 15:14

Vor 15 Jahren entstand Burgenlands erster Windpark. Rund 71 Prozent des im Burgenland benötigten Stroms werden bereits auf ökologischer Basis erzeugt.

Doppelte Leistung bringen die neuen Windräder im Windpark. KOBELKOFF  |  NOEN
Mittlerweile drehen sich landesweit 259 Windräder mit einer Gesamtproduktion von rund 540 Megawatt (MW). Der Start für den Ausbau erfolgte vor 15 Jahren in Zurndorf im Bezirk Neusiedl am See, wo 1997 Burgenlands erste Windräder in Betrieb gingen.

Das Burgenland habe vor 15 Jahren einen - damals noch vielfach belächelten - innovativen Weg eingeschlagen, erklärte Landeshauptmann Hans Niessl aus Anlass des Jubiläums am Montag in Zurndorf. Das aus sechs Anlagen bestehende Pilotprojekt wurde bis 2001 um sieben Windräder erweitert. Im April 2003 begann der intensive Windkraft-Ausbau.

Im Zuge der 2011 begonnenen zweiten Wind-Initiative wurden dann erneut zahlreiche Anlagen errichtet, darunter zwei Enercon E 126 Windräder in Potzneusiedl, die zu den weltweit leistungsstärksten zählen. In Andau und Halbturn wurde schließlich heuer mit Mitteleuropas größtem Windpark begonnen, in dem mit 79 Anlagen eine Gesamtleistung von 237 MW erzielt wird.

"Wir werden 2013 das Jahr der Erneuerbaren Energie starten", erklärte Niessl. Das Burgenland werde die Stromautarkie erreichen und damit einen Meilenstein setzen.

"Wenn alles alles planmäßig läuft, wird im Burgenland bis 2015 eine Leistung aus Ökostromanlagen von bis zu 1.300 MW eingespeist werden", so Energie Burgenland Vorstandssprecher Michael Gerbavsits. Dies entspreche der Leistung von rund sieben Donaukraftwerken der Größe des Kraftwerks Freudenau.