Erstellt am 13. Januar 2012, 11:20

Vor Pensions-Reform noch neue Rekordwerte. Die Statistik bietet den Pensionsreformern Stoff. Laut jüngsten, der APA vorliegenden Zahlen des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger ist Ende des Vorjahres ein neuer Rekordwert bei den Pensionen erzielt worden:

Im Dezember 2011 wurden 2.249.152 Ruhestandsbezüge ausbezahlt und damit knapp 30.000 mehr ein Jahr davor (2.219.923).

Dabei ist auch die Zahl der Früh- und Invaliditätspensionen im Jahresvergleich ein weiteres Mal deutlich angestiegen. Beide Gruppen zusammen umfassen mittlerweile mehr als 331.000 Pensionen. So ist etwa die Hacklerregelung auch durch den seit vorigem Jahr deutlich teureren Nachkauf von Schul- und Studienzeiten nicht zu bremsen gewesen. Wurden im Dezember 2010 83.988 Hacklerpensionen ausgeschüttet, waren es ein Jahr später schon 89.147. Der Anstieg bei dieser begünstigten Pension ist überhaupt beeindruckend. Vor fünf Jahren waren bloß knapp 13.500 Hacklerpensionen, für die kein Abschlag zu leisten ist, gezählt worden.

Da die Hacklerregelung mit 2014 deutlich erschwert wird (es steigt das Antrittsalter von 55 bzw. 60 auf 57 bzw. 62, Abschläge werden eingeführt und nachgekaufte Zeiten sowie Krankengeldbezug nicht mehr als Versicherungsjahre akzeptiert), dürfte sich dieses Problem in Bälde lösen. Somit rückt die Invaliditätspension in den Vordergrund. Auch bei ihr hat sich trotz zuletzt erhöhten Rehabilitationsdrucks noch kein Rückgang ergeben. Im Gegenteil: Dezember 2011 wurden von der Sozialversicherung 211.144 I-Pensionen gezählt. Im Dezember 2010 waren es 209.431.

Keine Daten liegen bisher vor, was das Antrittsalter angeht. Laut Hauptverband dürfte sich gegenüber 2010 aber nicht viel geändert haben. Da gingen Männer im Schnitt mit gut 59 und Frauen mit etwas mehr als 57 Jahren in den Ruhestand. Der Schnitt lag gesamt bei etwa 58.

Zu beachten ist bei den Zahlen, dass sie nur ASVG, Bauern und Gewerbetreibende umfassen. Die Beamtendaten, die noch nicht vorliegen, erhöhen vor allem bei der Hacklerregelung die Zahlen traditionell noch einmal.