Erstellt am 23. April 2012, 13:05

Vorstand Simandl fristlos entlassen. Nachdem Vorwürfe nicht entkräftet werden konnten, hat der BEGAS-Aufsichtsrat den Vorstandsvertrag von Mag. Rudolf Simandl fristlos aufgelöst.

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Knalleffekt während der laufenden Prüfung nach Paragraf 95 des Aktiengesetzes beim burgenländischen Energieversorger BEGAS: Der Aufsichtsrat hat "auf Basis der bisherigen Sachverhalte" die fristlose Entlassung von Vorstandsdirektor Rudolf Simandl ausgesprochen, teilte das Unternehmen heute, Montag, in einer Aussendung mit.

Die bestehenden Vorwürfe gegen den Topmanager "konnten noch nicht vollständig aufgeklärt werden", hieß es in der Mitteilung. Der Schritt, den Vorstandsvertrag aufzulösen, sei "aufgrund der gesetzlichen Fristen unumgänglich". Die BEGAS wird von Vorstandsdirektor Leopold Buchmayer und bis auf weiteres von Prokurist Alois Grath geführt", erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Mezgolits.

Das Aufsichtsratspräsidium des Energieversorgers hatte vor eineinhalb Wochen belastende Unterlagen erhalten. Dabei ging es Medienberichten zufolge um den Verdacht gegen Führungskräfte, Privatausgaben über die Firma verrechnet zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Simandl wurde am 13. April auf eigenen Wunsch zunächst vorläufig beurlaubt. Der BEGAS-Aufsichtsrat beauftragte am 16. April 2012 externe Prüfer mit einer Untersuchung des belastenden Materials. Die Untersuchungen werden von der Wiener M&A Treuhand Wirtschaftsprüfungs- und SteuerberatungsgmbH und der Lansky, Ganzger & Partner Rechtsanwälte GmbH durchgeführt.