Erstellt am 13. März 2013, 00:00

Wahl mit zwei Siegern. Landwirtschaftskammer / Der ÖVP-Bauernbund konnte seinen Vorsprung noch weiter ausbauen, die SPÖ-Bauern gewannen ein Mandat dazu. Zufrieden mit dem Ergebnis sind beide Seiten.

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Von Wolfgang Millendorfer

Über einen „historischen Wahlsonntag“ konnten sich sowohl ÖVP als auch SPÖ freuen: Da die FPÖ beim Urnengang der Landwirtschaftskammer nicht mehr angetreten war, gab es auf beiden Seiten Zuwächse.

Der Bauernbund konnte seinen Vorsprung ausbauen und kam auf 73,3 Prozent der Stimmen. Die SPÖ-Bauern erreichten nach Auszählung der Briefwahl mit 26,7 Prozent ihr Ziel und gewannen das neunte Mandat dazu. In der Vollversammlung hält der Bauernbund mit 23 Sitzen die klare Mehrheit.

Von einem „Traumergebnis“ sprach Landwirtschaftskammer- Präsident Franz Stefan Hautzinger noch am Sonntagabend, als der Erfolg mit Minister Nikolaus Berlakovich, Landesvize Franz Steindl und Co. gefeiert wurde. „Man sieht, dass die Wähler unseren geradlinigen Weg honoriert haben“, meint Hautzinger. Für Stefan Hauser, Nummer eins der SPÖ-Bauern, ist seine Fraktion der Wahlsieger. Im Ergebnis sieht er Zustimmung für sein Programm: „Wir werden weiter die Stimme der kleinen und mittleren Landwirte sein.“

Neben einer Debatte um die Kontrolle von Lebensmitteln war der Wahlkampf geprägt von der altbekannten Diskussion um „kleine“ und „große“ Landwirte. Gleich nach der Wahl forderte Landeschef Hans Niessl deshalb auch einen „Förderstopp“ für Großgrundbesitzer und Agrarindustrie.

Präsident Hautzinger verweist auf den Einsatz der Kammer für alle Bauern und Grundbesitzer und meint: „Wir bekennen uns zur bäuerlich strukturierten Landwirtschaft und zum Erhalt des ländlichen Raumes.“ Von einer guten Zusammenarbeit und einigen einstimmigen Beschlüssen geht auch Hauser aus.