Erstellt am 13. Oktober 2011, 09:19

Warnstreiks der Metaller im KV-Streit. Am Donnerstag und Freitag werden in zahlreichen Metallbetrieben Österreichs die Bänder stillstehen, u.a. im Opel-Werk in Wien-Aspern sowie bei der voestalpine in Linz. Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften ihre Forderung nach 5,5 Prozent Lohnerhöhung für die Beschäftigten der Metallindustrie untermauern. Die zweite KV-Verhandlungsrunde war am Mittwochabend ergebnislos unterbrochen worden.

Am Donnerstag und Freitag werden in zahlreichen Metallbetrieben Österreichs die Bänder stillstehen, u.a. im Opel-Werk in Wien-Aspern sowie bei der voestalpine in Linz. Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften ihre Forderung nach 5,5 Prozent Lohnerhöhung für die Beschäftigten der Metallindustrie untermauern. Die zweite KV-Verhandlungsrunde war am Mittwochabend ergebnislos unterbrochen worden.

Nach APA-Informationen legt die Wiener Opel-Belegschaft (General Motors Powertrain-Austria) die Arbeit das erste Mal um 9 Uhr in der Früh nieder, auch die zweite Schicht ab 14 Uhr geht in Arbeitskampf. Beim Lkw-Produzenten MAN in Steyr in Oberösterreich haben am Donnerstag früh laut Gewerkschaftskreisen 2.000 Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Im Voest-Werk soll ebenso am Vormittag gestreikt werden. Laut Pro-Ge-Chefverhandler Rainer Wimmer werden sich allein heute rund 140 Betriebe an den Warnstreiks beteiligen, wie er im Ö1-"Morgenjournal" sagte.

"Das ist noch kein Vollstreik, aber ich würde ihn nicht ausschließen", so GPA-Chefverhandler Karl Proyer nach Verhandlungsende am Mittwoch zur APA. Wimmer erinnerte an die hohe Inflationsrate. "Den Arbeitnehmern rinnt das Geld durch die Finger", während die Managergehälter zuletzt um fünf Prozent gestiegen seien. "Wenn die Arbeitgeber uns nicht ernst nehmen, dann machen wir ernst", so die Drohung von Wimmer.

Die Arbeitnehmer hatten zuletzt eine Lohnerhöhung um 5,5 Prozent gefordert, inwieweit sie hier nachgegeben haben wurde von ihnen nicht verraten. Laut Arbeitgebern hat sich die Arbeitnehmerseite "null bewegt", während die Industrie weit entgegen gekommen ist. Sie hatte Wimmer und Proyer eine Stufenangebot vorgelegt, das im Schnitt auf eine prozentuelle Erhöhung von 3,65 Prozent hinausgelaufen wäre - plus der schon zuvor angebotenen Einmalzahlung von 200 Euro.