Erstellt am 25. Januar 2012, 15:44

Warnstreiks von 1.500 Druckerei-Beschäftigten. Rund 1.500 Druckerei-Beschäftigte in 30 Betrieben haben laut Gewerkschaft am Mittwoch an den geplanten Betriebsversammlungen und Warnstreiks teilgenommen.

Die Arbeitgeber sollen die Kündigung des Kollektivvertrags zurücknehmen und einen "relativ raschen Verhandlungstermin" anbieten, forderte Christian Schuster, Wirtschaftsbereichssekretär in der GPA-djp.

Eine Arbeitszeitverlängerung sei für die Gewerkschaft ein "No-go" und werde kategorisch abgelehnt. Der Verband Druck und Medientechnik fordert eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit von derzeit 37 auf 40 Stunden. Verhandlungsbereit zeigte sich Schuster hingegen bei den Zulagen. Dort könne man im Bereich Bogendruck die Kosten um rund 4 Prozent dämpfen. Für derartige Verhandlungen benötige man aber Zeit.

Die wirtschaftliche Situation der Druckereien sei "nicht so schlecht wie vom Verband dargestellt", betonte Schuster. Es gebe Überkapazitäten und einen Preiskampf innerhalb der Branche. Zum Teil werde sogar unter den Selbstkosten produziert.