Erstellt am 05. Oktober 2011, 08:06

Warten auf Fördergeld. ELEKTROMOBILITÄT / Wer sich ein Elektrofahrzeug kauft, muss sich einige Zeit gedulden, bis das Geld überwiesen wird.

Elektrofahrzeuge boomen momentan im Burgenland. Das beweist die Flut an Anträgen, die die Energieagentur Burgenland (EA) richtiggehend überschwemmt. „723 Anträge waren es im Vorjahr, heuer bereits 850“, so EA-Geschäftsführer Hans Binder. Kritik erreicht die BVZ nun von einem Radler, der seit August auf das Fördergeld für sein neues Elektrofahrrad wartet. Der Eisenstädter (Name der Redaktion bekannt) gab Anfang August das Förderansuchen in der Landesregierung ab. Ende September habe er nachgefragt: „Die zuständige Person hat mir bestätigt, mein Ansuchen sei registriert, aber der Ablauf dauere mindestens drei Monate.“ Mit einer Auszahlung sei somit nicht vor Weihnachten zu rechnen.

Binder rechtfertigt die Wartezeit damit, dass die Anträge in Tranchen in die Finanzabteilung des Landes geschickt werden. Das sei, je nach Anzahl der Anträge, etwa alle drei Monate. Zwei bis drei Wochen später könne das Geld dann erst überwiesen werden. „Das Fördergeld stammt aus Steuergeldern, daher wird alles ganz genau überprüft“, erklärt Binder die übliche Vorgehensweise.

„Für einen einfachen Bürger ist der Zeitablauf dieser groß versprochenen Förderung nur schwer zu verstehen“, klagt der Eisenstädter jedoch trotzdem.

FÖRDERUNGEN
Beim Ankauf eines Elektrofahrzeuges erhält man vom Land einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von 30 Prozent, maximal 200 Euro. Infos und Anträge laufen über die Energieagentur Burgenland (EA) unter der Telefonnummer 05/9010/8787 und im Internet unter www.eabgld.at