Erstellt am 17. Mai 2012, 11:18

Weg frei für Klagen und weitere AUA-Verhandlungen. Im Streit um den AUA-Betriebsübergang auf die Regionalflugtochter Tyrolean hat die Gewerkschaft vida grünes Licht für das Einbringen von Feststellungsklagen beim Obersten Gerichtshof gegeben, teilte vida am Donnerstag mit.

Gleichzeitig will man neue Verhandlungen mit dem AUA-Vorstand. Die vida ist die Gewerkschaft der Bord-Beschäftigten. Es sei Pflicht als Gewerkschaft, den Beschäftigten mithilfe von Feststellungsklagen zu ihren Rechten zu verhelfen, wenn sich das Management einbetoniere und im Unterschied Belegschaft und Betriebsrat nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren wolle, so vida-Vorsitzender Rudolf Kaske. Noch sei es aber nicht zu spät, dass auch das AUA-Management wieder an den Verhandlungstisch zurückfinde, appellierte er mit einem "letzten Aufruf an Passagier Jaan Albrecht": "Ich trete für einen Sieg der Vernunft ein, denn ein Betriebsübergang beinhaltet große Risiken für alle Beteiligten."

Die Beschäftigten hätten mit ihrem Votum für das Einsparungspaket des Betriebsrats ihre Verantwortung für das Unternehmen, ihre Arbeitsplätze und den Standort unter Beweis gestellt, so Kaske. Der Vorstand habe sich "in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang verlaufen": Jahrelange Klagen, Kosten in dreistelliger Millionenhöhe für die AUA sowie schwerwiegende Folgen für den Standort seien zu befürchten. "Diese Irrfahrt kann mit einer Verhandlungslösung und einem darauf aufbauenden und rasch zu verhandelnden Konzernkollektivvertrag noch gestoppt werden - auch gerichtliche Klagen können im Gegenzug schnell wieder zurückgenommen werden", erklärte Kaske.