Erstellt am 24. Mai 2016, 18:53

Weichenstellung für Standortsicherung. Am Dienstag trafen einander die Delegierten zum Burgenländischen Wirtschaftsparlament in der Wirtschaftskammer in Eisenstadt. Im Fokus: Maßnahmen zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Burgenland.

 |  NOEN, Werner Müllner
Schwerpunktthema des heutigen Wirtschaftsparlaments in der Wirtschaftskammer in Eisenstadt war der Wirtschaftsstandort Burgenland. Präsident Honorarkonsul Ing. Peter Nemeth forderte Fair play - fairen Wettbewerb für Burgenlands Unternehmer. Landeshauptmann Hans Niessl widmete sich als Gastvortragender den aktuellen Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Burgenland.

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„Es wird zu wenig darüber nachgedacht, wie man die Wettbewerbsgleichheit für unsere Betriebe garantieren kann, die sich gegen internationale Konkurrenten behaupten müssen. Es wird oft nicht geprüft, ob es ein entsprechendes Angebot eines regionalen Betriebs gibt. Und es wird kaum evaluiert, welche Auswirkungen ein neues Gesetz, eine neue Verordnung auf die Chancen unserer Betriebe hat“, resümiert Peter Nemeth. 

Tatsache ist, der Wirtschaftsstandort Österreich ist bei fast allen Kennzahlen zurückgefallen. „Jetzt gilt es, dass wir im Burgenland den Anschluss nicht verlieren. Ich lade daher den Landeshauptmann ein, dass wir gemeinsam einen Standortdialog initiieren, um die notwendigen Weichenstellungen in Angriff zu nehmen. Ich möchte dem nicht vorgreifen, aber nur einige Punkte nennen, die wir dort besprechen müssen: Reformen im öffentlichen Bereich, bei Verwaltung und Struktur sowie Standortqualität und Vermarktung“, so Nemeth weiter.

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Es sei nicht sinnvoll darüber zu diskutieren, den Arbeitsmarkt für ausländische Arbeitnehmer zu sperren. Um nicht an Boden zu verlieren, müsse auch die  Arbeitsmarktpolitik so gestaltet werden, dass sie den Anforderungen der Wirtschaft entspreche. Nemeth wies darauf hin, dass drastische Kontrollen und das Ausschöpfen der Rechtsmittel notwendig sind, um die Schattenwirtschaft zu bekämpfen. Am Beispiel des Bezirks Neusiedl, wo im Vorjahr mehr als eine Million Euro an Strafen ausgestellt, aber gerade einmal 2.000 Euro davon bezahlt wurden, zeigt er auf, wie wichtig konsequentes Vorgehen seitens der Behörde ist.

„Wir wollen das Burgenland zu einem Standort machen, in dem Wirtschaft und Vielfalt ineinandergreifen! Dafür braucht es gemeinsame Anstrengungen“, rief Nemeth auf.