Erstellt am 05. September 2011, 14:20

Weinbauern erwarten "zufriedenstellende Ernte". Nach zwei mageren Jahren erwarten die heimischen Winzer heuer eine "zufriedenstellende Weinernte". Erste Prognosen gehen von rund 2,4 Mio. Hektoliter aus, nach 1,74 Mio. Hektoliter im Vorjahr. Im Qualitätssegment würden "stabile Preise" erwartet, sagte Weinbauverbandspräsident Josef Pleil.

Aufgrund der um rund ein Drittel größeren Erntemenge müssten heimische Weinbauern wieder verstärkt Billigwein, genannt Fasswein, exportieren oder im heimischen Handel absetzen. Der Chef der Österreich Wein Marketing (ÖWM), Willi Klinger, erwartet heuer aufgrund der geringen Weinernte 2010 rückläufige Exporte. "Große Rückgänge" gebe es in Deutschland, vor allem im Fassweinsegment. In Österreich habe man im "Preiseinstiegssegment" auch Marktanteile verloren.

Für 2011 rechnet der Weinbauverband mit 1,7 Mio. (2010: 1,07) Hektoliter Weißwein und 0,7 Mio. (0,67) Hektoliter Rotwein. Heuer gebe es aufgrund der frühen Blüte eine "sehr frühe Ernte". Die Weinlese der Frühsorten im Burgenland sei "bereits voll im Gange", erklärte Pleil. "Aufgrund des bisherigen Vegetationsverlaufes ist eine sehr gute Qualität, ähnlich dem Weinjahr 2007, zu erwarten." Eine deutlich größere Erntemenge gebe es aufgrund von Flächenausweitungen in der Steiermark.

Für Trauben zur Weinproduktion werde weiterhin ein "sehr ordentlicher Preis" bezahlt, freut sich der Weinbau-Chef. Derzeit koste ein Kilogramm Weißweintrauben rund 80 Cent und Zweigelt-Trauben rund 50 bis 60 Cent. Einzig getrübt wird die Vorfreude auf eine zufriedenstellende Weinernte durch Hagelunwetter und Frost: Heuer wurden bisher Schäden in der Höhe von 14,1 Mio. Euro verzeichnet.