Erstellt am 01. März 2012, 11:49

Weinernte 2011 stieg um 62 Prozent. Nach einer katastrophalen Weinernte 2010 konnten die heimischen Winzer im vergangenen Jahr wieder an alte Höhenflüge anknüpfen. Die Weinernte stieg 2011 auf einer nahezu unveränderten Fläche von 43.800 ha um 62 Prozent auf 2,814.800 Hektoliter (hl), geht aus Zahlen der Statistik Austria hervor.

Damit wurde der Produktionsschnitt der vergangenen fünf Jahre um 18 Prozent überschritten.

Doch selbst die hohe Weinernte vermochte die leeren Lager der Weinbauern nicht zu füllen, weshalb der Weinbestand mit 2,2 Mio. hl (minus 19 Prozent) auf den geringsten Wert seit dem Jahr 1998 fiel. Der durchschnittliche Bestand der vergangenen fünf Jahre wurde damit um ein Fünftel unterschritten.

Im Vorjahr wurden 1,9 Mio. hl Weißwein (+25 Prozent zum Fünfjahresschnitt) und 964.400 hl Rotwein (+5 Prozent zum Fünfjahresschnitt) geerntet. Das Segment der Qualitäts- und Prädikatsweine wuchs um 56 Prozent auf 2,3 Mio. hl. Im 5-Jahres-Schnitt entsprach das einem Zuwachs um 11 Prozent. Die stärksten Zugewinne waren in der Steiermark auf 246.800 hl (+74 Prozent) zu verzeichnen. Bei Wein und Landwein verdoppelte sich die Produktionsmenge im Vorjahresvergleich auf 498.500 hl, wobei Niederösterreich mit einem Plus von 129 Prozent auf 351.000 hl besonders herausragte.

Im Bundeslandvergleich schnitt das Burgenland mengenmäßig am schlechtesten ab. Frost- und Hagelschäden, insbesondere im Gebiet Neusiedlersee-Hügelland und im Mittelburgenland, drückten die dortige Weinernte unter den 5-Jahres-Schnitt (694.100 hl, minus 2 Prozent). In den anderen Bundesländern waren hingegen zweistellige Zuwächse zu verzeichnen.