Erstellt am 03. März 2014, 11:59

Weinernte 2013 trotz Wetterextremen okay. Nach dem Jahr 2012 mit Frostschäden hat sich die Weinproduktion in Österreich im Vorjahr wieder dem langjährigen Durchschnitt angenähert.

 |  NOEN, zVg
Dem Grünen Veltliner hat die Witterung bei der Menge aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, so war Niederösterreich die einzige Region mit einer unterdurchschnittlichen Ernte.

Insgesamt erzeugten Österreichs Weinbauern vergangenes Jahr 2,4 Millionen Hektoliter Wein, ein Minus von 1 Prozent zum Fünfjahresschnitt, aber ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2012 war die Weinernte wegen erheblicher Spätfrostschäden um 23 Prozent eingebrochen.

Einbußen bei Grünem Veltliner 

2013 kam es heiß-kalt: Ausgerechnet zur Weinblüte wechselten sich Hitze und feucht-kaltes Wetter ab, was zu einer uneinheitlichen Befruchtung und hernach hohen Ausfällen führte, wie die Statistik Austria am Montag mitteilte.

Besonders betroffen war die Hauptsorte Grüner Veltliner in Teilen Niederösterreichs. In den nordöstlichen Landesteilen machte der Jahrhundertsommer den Trauben arg zu schaffen.

Letztendlich glichen aber optimale Witterungsbedingungen im Herbst die regionalen Defizite weitgehend aus. Die Ausfälle beim Weißwein (1,5 Mio. hl) waren mit einem Minus von 3 Prozent zum Fünfjahresschnitt geringer als befürchtet. Beim Rotwein war der Ertrag sogar überdurchschnittlich (909.900 hl; +4 Prozent zum Fünfjahresschnitt).

Erntemenge in Niederösterreich geringer

Niederösterreich verzeichnete als einzige Region Einbußen: Der Ernteertrag lag mit 1,5 Mio. hl 4 Prozent unter dem Fünfjahresschnitt, beim Weißwein (1 Mio. hl) betrug das Minus sogar 6 Prozent. Rotweine legten zum Ernteschnitt leicht auf 440.200 hl zu (+1 Prozent). Besonders hohe Ernteabschläge verbuchten die Thermenregion (-11 Prozent zum Fünfjahresschnitt), das Kamptal (-7 Prozent) und das Weinviertel (-5 Prozent). Im Weinbaugebiet Wagram lief es deutlich besser (+6 Prozent).

In anderen Bundesländern fiel die Weinernte dagegen überdurchschnittlich aus. Sowohl das Burgenland (695.200 hl) als auch die Steiermark (220.700 hl) übertrafen das Produktionsniveau der vergangenen fünf Jahre um 4 Prozent. Wien legte sogar um 17 Prozent auf 23.900 hl zu.

Bei Prädikats- und Qualitätsweinen - auf sie entfiel das Gros der Ernte - gab es einen deutlichen Zuwachs von 8 Prozent gegenüber dem Fünfjahresschnitt bzw. 16 Prozent gegenüber 2012. Dagegen brach die Produktion von Landweinen - auch Sturm zählt zu dieser Kategorie - gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf 208.700 hl ein.

Der Lagerbestand schrumpfte 2013 leicht um 1 Prozent auf 2,7 Mio. hl. In erster Linie ging das Weißweinlager zurück (-2 Prozent auf 1,4 Mio. hl), bei den Rotweinen blieb der Vorrat im Jahresvergleich stabil (1,3 Mio. hl).