Erstellt am 02. Januar 2013, 14:19

Weinexporte dank Qualitätstropfen gestiegen. Die heimischen Winzer haben ihre Exporterlöse im Vorjahr im Vergleich zu 2011 um 2,5 Mio. Euro auf 128,5 Mio. Euro gesteigert - trotz schwach gefüllter Lager.

Ausgeführt wurden 2012 46 Mio. Liter nach 45,29 anno 2011. 90 Prozent oder 40 Mio. Liter gingen in die EU bzw. 60 Prozent oder 34 Mio. Liter nach Deutschland. Der Durchschnittspreis pro Liter kletterte minimal von 2,77 auf 2,79 Euro.

Billigweine verloren Marktanteile im Gegensatz zu Qualitätsweinen, die verstärkt abgesetzt wurden, teilte die Österreich Wein Marketing GmbH mit: "Österreichischer Wein ist nicht mehr zum Billigtarif verfügbar", so Wein-Marketing-Chef Willi Klinger. Die heimischen Winzer hätten in- und ausländische Konsumenten überzeugt, dass Qualitätsweine einen fairen Preis verdienen. "Für die Zukunft des Weinbaus in unserem Land ist das wegen der hiesigen Kostenstruktur lebenswichtig", so Klinger. Heuer wird beim Export aber kein markantes Plus erwartet, weil die Ernte - vor allem bei der Hauptsorte Grüner Veltliner - 2012 "kritisch niedrig" ausfiel.

Der Durchschnittspreis pro Liter lag im Vorjahr erst das zweite Mal in der Geschichte (nach 2011) bei mehr als zwei Euro. Zurückzuführen ist das einerseits auf die anhaltend hohen Fassweinpreise sowie andererseits Beschaffungsengpässen in unteren Preisklassen bis zwei Euro je Liter, bedingt durch die Weißweinknappheit, die sich heuer bereits im Frühjahr abgezeichnet habe. Der Fassweinanteil blieb "mit nur mehr 8 Mio. Liter" weiterhin "markant niedrig".

Sowohl im Inland als auch im wichtigsten Exportmarkt Deutschland zeichnet sich ab, dass die österreichischen Weine im Billigsegment Marktanteile verlieren, in den teureren Segmenten gibt es hingegen Zuwächse. In der laut Wein Marketing besonders wichtigen Preiskategorie zwischen 3 und 6 Euro pro Flasche ist der Anteil dank der Qualität der österreichischen Weine gestiegen - auch in Deutschland.