Erstellt am 26. September 2013, 13:10

Weiter hohe Preisunterschiede bei Treibstoffen. Spritpreise vergleichen lohnt sich unverändert. Nicht nur, dass in Tirol Eurosuper um sechs Cent pro Liter mehr kostet als in Oberösterreich. Auch innerhalb einzelner Bundesländer gebe es beträchtliche Unterschiede.

Innerhalb Wiens etwa betrage der Preisunterschied zwischen der billigsten und der teuersten Tankstelle laut Arbeiterkammer bei Diesel über 19 Prozent, bei Eurosuper über 18 Prozent.

Am Vormittag tanke man im Schnitt Eurosuper um 2,2 Cent pro Liter und Diesel um 2,4 Cent pro Liter günstiger als am Nachmittag, schreibt die AK in ihrem Treibstoffmonitor. Besonders teuer seien unverändert die Autobahntankstellen. Hier sei Eurosuper um 10,6 Prozent und Diesel um 12 Prozent teurer außerdem gebe es dort auch kaum Preiskonkurrenz: Sowohl bei Diesel als auch bei Eurosuper verlangten über 90 Prozent der Tankstellen denselben Preis. "Die vier betroffenen Tankstellenbetreiber OMV, ENI, Shell und BP sind offenbar nicht gewillt, sich gegenseitig mit niedrigen Preisen Konkurrenz zu machen", meint AK Experte Josef Thoman und empfiehlt, Autobahntankstellen zu meiden.

Umfassender Service

Die Mineralölwirtschaft verteidigt die höheren Treibstoffpreise auf Autobahnen mit dem "umfassenden Service", das Reisende dort erhalten. Das beginne bei der großen Anzahl an Zapfsäulen und gehe über den gut ausgebauten Parkplatz und Kinderspieleinrichtungen bis zum 24-Stunden-Betrieb des Shops - wo allerdings Geld verdient wird. Außerdem werde die Anlage nach der Errichtung von den Mineralölunternehmen an den Bund übergeben und müsse dann zurückgepachtet werden, was zusätzliche Kosten bedeute.

Immerhin in einem Punkt sind sich derzeit Arbeiterkammer und Mineralölindustrie einig: Vor der Auslandsreise lohnt es sich daheim noch aufzutanken, denn in allen Nachbarländern kostet Sprit derzeit mehr als in Österreich.