Erstellt am 15. Oktober 2013, 14:34

Weiter keine Einigung in Metaller-Lohnrunde. Seit heute 11:00 Uhr sitzen sich die Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter zum dritten Mal bei den Kollektivlohn-Verhandlungen des Fachverbandes der Maschinen- und Metallwarenindustrie gegenüber, eine Annäherung bei Sachthemen hat es bisher aber nicht gegeben.

Weder gibt es eine Einigung auf eine Zahl für die Inflationsrate, die für die Berechnungen herangezogen wird, noch bei dem am Montag aufgetauchten Thema "Rauchen in der Arbeitszeit". Während Fachverbandsobmann Christian Knill nach der ersten Verhandlungspause von normalen Gesprächen berichtete, steht es laut Gewerkschaftsvertretern "Spitz auf Knopf".

Beide Seiten gehen von einer langen Verhandlungsnacht aus. Knill meinte zur APA, dass die Arbeitgeber auf einen Abschluss noch in dieser Runde hoffen. Im Vorjahr wurden vier Runden und zuletzt ein 17-stündiger Verhandlungsmarathon benötigt.

Gefordert wird Erhöhung um mindestens 3,4 Prozent

Die Arbeitnehmer fordern eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 100 Euro auf die Ist-Gehälter, mindestens jedoch eine Erhöhung um 3,4 Prozent. Eine derartige Anhebung würde laut Industrievertretern einen "Sprengsatz" für den Arbeitsmarkt bedeuten. Zum Vergleich: Die Elektro- und Elektronikindustrie, die früher auch Bestandteil der Metaller-Herbstlohnrunde war, hat bereits im April den Kollektivvertrag mit einem Plus von 2,8 bis 3,0 Prozent abgeschlossen.

Dem Industrie-Wunsch nach einer Festlegung im Kollektivvertrag, wonach Rauchpausen während der Arbeitszeit künftig als Freizeit gelten sollen, haben die Gewerkschaften heute schon eine Absage erteilt. Sie sprachen von einer "Schnapsidee". Sozialminister Hundstorfer meinte dazu heute am Rande des Ministerrates: "Ich nehme das nicht ernst". Kopfschütteln kommt auch von der FPÖ.