Erstellt am 20. November 2012, 11:15

Weitere Besucherzuwächse für Wien prognostiziert. Rekorde in Serie und gute Prognosen, die sogar ein erneutes Plus vorhersagen. Zumindest für die Tourismusbranche in Wien findet die Krise offenbar nicht statt.

In den kommenden Monaten wird es noch weitere Besucherzuwächse geben, prophezeit jedenfalls der von der Schloss Schönbrunn Kultur- und BetriebsgesmbH (SKB) im Halbjahresrhythmus herausgegeben "Vienna Tourism Indicator", kurz VTI. Der VTI beruht laut SKB im Wesentlichen auf Trendeinschätzungen von Branchenkennern und analysiert wichtige europäische Herkunftsmärkte (wie Deutschland, Italien, Spanien, Mittel- und Osteuropa, Anm.) sowie Japan und China. Auf einer Punkteskala schätzen die Experten ausgehend von einem Schwellenwert von 100 Punkten die Wien-Ankünfte zum Vergleichszeitraum des Vorjahres ein.

Schon im Frühjahr 2012 lagen die Fachleute mit ihrer Einschätzung richtig, betonen die Initiatoren: Sie prognostizierten für April bis September 2012 Ankünfte in Höhe von 134 Punkten im Vergleich zum Vorjahr. Die Ankunftszahlen hätten sich tatsächlich positiv entwickelt.

Auch für die Periode Oktober 2012 bis März 2013 wird ein erfreulicher Trend vorausgesagt: Insgesamt sollen die Ankünfte in Wien mit 118 Punkten erneut höher als der Vergleichswert sein. Die positive Entwicklung sei durch das gute Wiener Winter-Angebot mit Christkindlmärkten, Silvester und Neujahrskonzert möglich, heißt es. Daneben punkteten die allgemeine gute kulturelle Qualität der Destination Wien, der Kongresstourismus und die Aktivitäten in Sachen Tourismuswerbung.

Nicht nur in der Gesamtschau zeigt die Tendenz nach oben, sondern auch in der Betrachtung einzelner Länder. Der VTI weist mit 143 Punkten den höchsten Wert für Russland aus. Mit 123 Punkten folgt China, mit 117 Punkten Mittel- und Osteuropa - konkret Ungarn, Tschechien, Polen. Auch aus Japan werden wieder mehr Gäste erwartet.

Entsprechend dem Gesamttrend macht die Krise auch um das Schloss Schönbrunn derzeit einen Bogen. Die Besucherzahlen für das laufende Jahr bis Ende Oktober liegen um fünf Prozent über jenen des Vergleichszeitraums des Vorjahres.