Erstellt am 25. Juli 2012, 11:47

Weitere Lkw-Maut würde halbe Milliarde Euro bringen. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat sich wieder einmal für die Ausweitung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen ausgesprochen.

Bürgermeister Josef Gumpinger will zunehmendem Lkw-Verkehr auf der Bundesstraße 2 und damit verbundenem „Mülltourismus“ einen Riegel vorschieben. Jetzt wollen auch die Gemeinden im Raum Eggenburg, die ebenfalls unter dem Transit-Verkehr leiden, mitziehen.MARTIN KALCHHAUSER, NÖN-ARCHIV  |  NOEN
Anlass diesmal: In Deutschland wird ab 1. August auf vierspurigen Bundesstraßen eine solche Abgabe von rund 17 Cent pro Kilometer eingehoben, das ganze gilt für über 1.000 Straßenkilometer.  "Eine Lkw-Maut auch auf Bundesstraßen schafft zusätzliche Einnahmen für Bund und Länder. Schwere Lkw nützen die Straßen um ein Vielfaches stärker ab als Pkw und sollen daher auch einen höheren Beitrag zur Erhaltung leisten", so VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen am Mittwoch.

In Österreich würde eine flächendeckende Lkw-Maut Kommunen und Ländern jährlich knapp eine halbe Milliarde Euro (492 Mio. Euro) bringen, rechnete der Club in einer Aussendung vor. Am meisten würde davon Niederösterreich profitieren (119 Mio. Euro), gefolgt von Oberösterreich (95 Mio.) und der Steiermark (89 Mio.).

Derzeit werde der Lkw-Verkehr in Österreich mit rund 2,8 Mrd. Euro im Jahr subventioniert; durch die Lkw-Maut würden nur 73 Prozent der Infrastrukturkosten abgedeckt.