Erstellt am 14. Oktober 2013, 11:12

Weitere Metaller-KV-Verhandlungen am Dienstag. Am Dienstag gehen die Kollektivvertrags-Verhandlungen mit dem Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie in die dritte Runde.

Zum ersten Mal wird über eine konkrete Lohnforderung verhandelt, die Arbeitnehmer wollen eine Erhöhung der Ist-Gehälter von 100 Euro. Die Industrie fordert indes die kollektivvertragliche Definition der Rauchpausen als Unterbrechung der Arbeitszeit. Verhandelt werden die Löhne und Gehälter von 120.000 Beschäftigten, die Gespräche für die weiteren 60.000 Metaller der übrigen fünf Metaller-Fachverbände starten in den nächsten Tagen. Die Arbeitnehmer haben sich bereits vor einer Woche bei einer Betriebsrätekonferenz kämpferisch gegeben, sie fühlen sich von den Industriellen nicht ernst genommen. Die Arbeitgeber wiederum sehen im Säbelrasseln der Gewerkschaften lediglich eine "Mitgliederwerbung". Einig sind sich beide Seiten nur, dass sich die andere Seite bewegen muss. Im Vorjahr waren vier Verhandlungsrunden für eine Einigung erforderlich.

Bis dato spießt es sich noch an Grundsätzlichem. Bis heuer war es üblich, die Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate als Verhandlungsbasis heranzunehmen. Das wären laut Gewerkschaft 2,4 Prozent. Die Arbeitgeber hingegen gehen von der aktuellen Inflationsrate aus, zuletzt nannten sie 2,1 Prozent. Die von den Arbeitnehmern geforderten 3,4 Prozent Lohnerhöhung bezeichnete Fachverbandsobmann Christian Knill am Montag als "Sprengsatz".

Rauchpausen als "Freizeit"

Die Industrie trat am Montag mit einer der Öffentlichkeit noch nicht bekannten Forderung an die Beschäftigten heran: Die kollektivvertragliche Definition der Rauchpausen als Unterbrechung der Arbeitszeit. An der Forderung nach längeren Arbeitszeiten bei Bedarf wurde festgehalten. Die Gewerkschaften sehen darin eine Kürzung der Überstundenzahlungen.

Nach den Fachverband Maschinen- und Metallwarenindustrie starten am 16. Oktober die Beschäftigten der Nichteisen-Metallindustrie ihre KV-Runde. Es folgen Bergbau Stahl (17. 10.), Gas- und Wärmeunternehmen (18. 10.), die Fahrzeugindustrie (21. 10.) und die Gießereiindustrie (21. 10.). Im Bereich Bergbau-Stahl gab es bereits eine Gesprächsrunde, die 2. Runde findet am 25.10 statt.