Erstellt am 27. April 2011, 00:00

Wenig Geld in Eisenstadt. GEHALTS-CHECK / Trauriges Beispiel: Ein Arzt in Eisenstadt verdient jährlich um 11.353 Euro weniger als ein Arzt in Wien.

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Wieder einmal ist das Burgenland beim österreichweiten Vergleich von Gehältern beinahe Schlusslicht. Noch weniger verdienen Arbeitnehmer nur in Kärnten. Die höchsten Gehälter gibt es – laut Studie des Personalberaters Neumann International – in Wien.

Die am schlechtesten bezahlten Jobs im Burgenland sind Taxifahrer, Ackerbauer, Kellner und Reinigungspersonal. So erhält beispielsweise ein Taxifahrer in der Bundeshauptstadt 10.894 Euro, in Eisenstadt jedoch nur 9.317 Euro. Ein Arzt in Wien verdient um 14 Prozent mehr als im Österreichdurchschnitt, in Eisenstadt um 2,5 Prozent unter dem Österreichdurchschnitt (siehe Grafik). Noch gravierender sind die Einkommensverhältnisse im Südburgenland. Diese liegen sogar um 9,6 Prozent unter dem Österreichdurchschnitt.

„Die Gehälter im Burgenland sind im Vergleich zu anderen Bundesländern so niedrig, weil es hier eine geringere Anzahl an großen, internationalen Unternehmen gibt“, erklärt Conrad Pramböck von Neumann International. „Das Burgenland wird unserer Einschätzung nach erst mit der Ansiedlung großer, überregionaler Unternehmen in puncto Gehalt zu anderen Regionen Österreichs aufschließen“, so Pramböck abschließend.



INDEX NACH STÄDTEN
• Wien:  114
• Linz:  111,3
• Innsbruck:  106,6
• Salzburg-Stadt:  105,6
• Graz:  104,7
• St. Pölten:  100,4
• Eisenstadt:  97,5
• Klagenfurt/Villach:  96,5
• Nord-Burgenland:  94,4
• Süd-Burgenland:  90,4
• Kärnten gesamt:  89,2