Erstellt am 02. Januar 2011, 12:08

Weniger Arbeitslose - Rückgang in acht Bundesländern. Nimmt man Arbeitslose und Schulungsteilnehmer als Jobsuchende zusammen, so gab es österreichweit einen Rückgang um 4,7 Prozent oder 17.996 Personen auf 363.627.

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Dabei ist die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen in allen Bundesländern außer Wien gefallen, die Summe der Jobsuchenden hat aber in allen Bundesländern abgenommen. Denn in Wien gab es Ende Dezember 3.550 vorgemerkte Arbeitslose mehr als vor einem Jahr, in Schulung waren aber 4.034 Menschen weniger.

Im Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Tirol und Vorarlberg sind Arbeitslose und Schulungen zurückgegangen. In Kärnten und Salzburg gab es zwar einen leichten Anstieg bei den Schulungen, dieser fiel aber geringer aus als der Rückgang bei den vorgemerkten Arbeitslosen. In allen Bundesländern außer im Burgenland gab es im Dezember 2010 mehr offene Stellen als im Dezember 2009.

Bei Männern ist der Rückgang an vorgemerkten Arbeitslosen mit 4,3 Prozent (Minus 8.786) auf 193.585 deutlicher ausgefallen als bei Frauen (Minus 1,5 Prozent auf 108.694). Auch gab es bei Inländern einen Rückgang um 4,7 Prozent auf 238.345, während bei Ausländern ein Anstieg um 2,1 Prozent auf 63.934 verzeichnet wurde. Bei Jugendlichen belief sich der Rückgang auf 6,4 Prozent, 46.112 Personen zwischen 15 und 24 Jahren waren arbeitslos gemeldet. Obwohl die Zahl der unselbstständig Beschäftigten über 50 Jahren um 4,2 Prozent (27.000) auf 670.000 stieg, nahm auch die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen in dieser Altersklasse um 1,1 Prozent (675) auf 62.226 zu. Die Arbeitslosenquote der älteren Menschen lag damit mit 8,5 Prozent leicht über der gesamten Arbeitslosenquote (8,2 Prozent).

Einen massiven Rückgang von 30,2 Prozent (2.578 Personen) auf 5.946 Betroffene gab es bei den Langzeitarbeitslosen. Die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit fiel um zwei auf 81 Tage. Nach Branchen gab es in der Warenproduktion das stärkste Minus (22,4 Prozent), gefolgt vom Handel (7,1 Prozent), der Arbeitskräfteüberlassung (2,3 Prozent) und dem Tourismus (1,9 Prozent). Anstiege gab es im Gesundheits- und Sozialwesen (7,1 Prozent) und im Bau (1,0 Prozent).

Die Zahl der Lehrstellensuchenden ging im Jahresabstand um 3,2 Prozent (171 Personen) auf 5.144 zurück, dem standen 2.960 offene Lehrstellen gegenüber, um 4,7 Prozent mehr als ein Jahr davor. Die Lehrstellenlücke ging damit um 303 auf 2.184 zurück.