Erstellt am 08. März 2012, 11:46

Weniger Betriebsansiedlungen im Vorjahr. Die heimische Betriebsansiedlungsgesellschaft ABA (Austrian Business Agency) hat 2011 in Österreich 183 internationale Firmen angesiedelt.

Das sind zwar um 7,5 Prozent weniger als noch im Jahr davor (198). Das Investitionsvolumen stieg allerdings um 34 Prozent auf 296,2 Mio. Euro. Auch die Zahl der neu geschaffenen Stellen stieg um 31,8 Prozent auf 1.822, teilte die ABA am Donnerstag mit.

Das wichtigste Investorenland war auch 2011 wieder Deutschland mit 71 Ansiedlungen (39 Prozent). Auf Platz zwei folgte Italien mit 16 neuen Ansiedlungen. Wirkung zeigte 2011 auch die Öffnung des Arbeitsmarktes für Osteuropa. 13 ungarische (2010: elf) und acht slowenische Betriebe (2010: zwei) entschieden sich für eine Firmengründung in Österreich. Japan hatte 2011 mit acht Niederlassungen doppelt so viele als im Jahr davor. Aus China kamen fünf Unternehmen - 2010 waren es zwei.

Die wichtigsten Branchen waren Industrienahe Dienstleistungen (40) Tourismus (18) und Biowissenschaften (17). Aktuell bearbeitet die ABA 645 Investitionsprojekte. Der Ausblick für 2012 sei daher "verhalten optimistisch", so ABA-Geschäftsführer René Siegl. Weitere Steigerungen bei Investitionssumme und Zahl der Arbeitsplätze werden erwartet. 2012 wird aufgrund der "konjunkturellen Aussichten" kein einfaches Jahr für Betriebsansiedlungen, so auch Wirtschaftsminister Mitterlehner.

Die ABA steht im Eigentum des Wirtschaftsministeriums. Sie berät kostenlos internationale Unternehmen u. a. bei der Standortwahl und hilft in arbeits- und steuerrechtlichen Fragen.