Erstellt am 19. Juli 2011, 11:11

Weniger Firmenpleiten im ersten Halbjahr. Die Firmenpleiten sind im ersten Halbjahr 2011 um mehr als fünf Prozent auf 3.149 beantrage Insolvenzverfahren gesunken. Tatsächlich eröffnet wurden Verfahren über 1.654 Unternehmen, der Rückgang beträgt hier fast vier Prozent. Das geht aus der endgültigen Insolvenzstatistik des Gläubigerschutzverbandes Creditreform hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Von den Firmenpleiten betroffen waren in den ersten sechs Monaten rund 50.000 Gläubiger und 10.700 Arbeitnehmer. Die Insolvenzverbindlichkeiten betrugen 1,1 Mrd. Euro. Nach Bundesländern betrachtet gingen die Insolvenzen fast überall zurück, nur in der Steiermark (+2,1 Prozent) und in Tirol (+1,7 Prozent) nahmen sie zu.

Die Privatinsolvenzen haben im ersten Halbjahr um 4,9 Prozent auf 5.532 zugenommen. In 4.903 dieser Fälle wurden Schuldenregulierungsverfahren eröffnet, 629 Insolvenzanträge wurden mangels Vermögens abgewiesen. Die mit Abstand höchsten Insolvenzquoten (Insolvenzen je 10.000 Erwachsene) gab es in Wien mit 16,0 und in Vorarlberg (12,4).

Laut einer Studie des Kreditversicherers Euler Hermes macht sich die wirtschaftliche Erholung weltweit durch einen Rückgang bei den Insolvenzen bemerkbar. Demnach sollen die Firmenpleiten heuer weltweit um sieben Prozent zurückgehen. Allerdings seien die Auswirkungen der Schuldenkrise noch nicht absehbar, sagte Bettina Selden, Vorstand der Hermes-Tochter Prisma Kreditversicherung.