Erstellt am 20. März 2012, 14:47

Werden Ostereier knapp?. EIERNOT / EU-weit herrscht mehr Nachfrage an Eiern als Angebot. Auch im Burgenland könnten sie vor Ostern knapp werden.

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VON DORIS SEEBACHER

Die gute Nachricht zuerst: Kauft man heuer gefärbte Eier im Supermarkt, so kann sich der Konsument sicher sein, österreichische Ware zu bekommen. Die weniger gute: Die Preise sind leicht angestiegen und wer in letzter Minute Ostereier für die Kinder kaufen möchte, könnte vor leeren Regalen stehen. „Ja, es könnte kurz vor Ostern zu einer Eierknappheit kommen“, bestätigt Anton Schlögl von Schlögl-Ei aus Oberpullendorf, der im Jahr etwa drei Millionen Frischeier ausliefert. Gegenüber dem Vorjahr hat er die Produktion um 20 Prozent gesteigert, um die ständig steigende Nachfrage zu bedienen.

Der Osten möchte unsere Eier
Und die ist momentan vor allem aus den östlichen EU-Ländern sehr groß: Besonders aus Rumänien, Ungarn oder aus Polen kämen momentan verstärkt Anfragen, weil hier erst mit heurigem Jahr die Umstellung von Käfig auf Bodenhaltung eingeführt wurde. Da sich viele Betriebe diese Umstellung nicht leisten konnten, gebe es jetzt einen Legehennenengpass, erklärt Wolfgang Pleier von der Landwirtschaftskammer Burgenland. Das erklärt auch den Preisanstieg. „15 bis 20 Prozent macht er aus“, vermutet Pleier.

Keine Billigeier unbekannter Herkunft
Schlögl schätzt, dass eine Zehnerpackung Ostereier heuer etwa zwischen 2,49 und 2,99 Euro kosten wird. Billigangebote um beispielsweise 1,99 Euro für zehn Eier aus dem Ausland werde es heuer im Burgenland nirgends geben.

Im Burgenland ist die Zahl der Legehennenbetriebe relativ stabil (40 Betriebe mit insgesamt etwa 250.000 Hühnern).Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt im Burgenland bei etwa 233 Eiern im Jahr. „Dieser kann zu fast 100 Prozent mit burgenländischen Eiern abgedeckt werden“, so Pleier.