Erstellt am 17. September 2013, 13:44

Westbahn ist "Schienen-Maut" zu teuer. Die Westbahn beschwert sich über eine "Kostenexplosion", die durch die Benützungsgebühren für die Schieneninfrastruktur auf sie zukomme.

Konkret stört den ÖBB-Mitbewerber ein neuer "Geschwindigkeitszuschlag", den das Verkehrsministerium verhindern hätte können, aber nicht tat. Derzeit ist die staatliche Schienen-Control Kommission am Zug, die Westbahn rechnet mit einer Entscheidung in Kürze. "Das Infrastruktur-Benützungsentgelt muss bezahlbar bleiben. Schließlich soll Bahnfahren die preiswertere Reisemöglichkeit als das Auto für den Kunden bleiben. Überdies ist es völlig unverständlich, zuerst für höhere Geschwindigkeiten Strecken und Tunnel auszubauen und dann das schnelle Fahren mit Zuschlägen zu bestrafen. Die Westbahn könnte auch 160 km/h durch die Tunnel und auf Hochgeschwindigkeits-Strecken fahren und damit das Fahrplangefüge zerstören, um Kosten zu sparen. Das kann doch keine Verkehrspolitik sein", so Westbahn-Geschäftsführer Erich Forster.

Er fordert von Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) die "notwendige Zustimmung zur Festsetzung des Infrastruktur-Benützungsentgeltes 2014 nicht zu geben oder diese wieder zu entziehen".

Im Verkehrsministerium kann man die Aufregung nicht verstehen. Die Kosten würden für alle Bahnunternehmen gleichermaßen verrechnet, außerdem sei die Eisenbahninfrastruktur in den vergangenen Jahren "massiv" ausgebaut worden. Der "Geschwindigkeitszuschlag" sei durchaus argumentierbar. "Höhere Geschwindigkeiten führen zu stärkerer Abnutzung der Infrastruktur. Deshalb werden für die Hochgeschwindigkeitsstrecken auch höhere Entgelte schlagend", rechnete Generalsekretär des Verkehrsministeriums, Herbert Kasser, vor.