Erstellt am 15. Juni 2011, 15:55

WiBAG bilanzierte 2010 positiv. Bilanz über ihre Aktivitäten im Jahr 2010 hat am Mittwoch die landeseigene Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG) gezogen. Positiv sei neben dem Jahresgewinn von knapp 20.000 Euro zu vermerken, dass man keine Risiken in der Bilanz habe und der Eigenkapitalanteil seit 2007 von 38 auf 76 Prozent gestiegen sei, so Vorstand Franz Kast.

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Mit der Privatisierung der Sonnentherme Lutzmannsburg hat die WiBAG vorerst keine Eile. Der vom Land angestrebte Zusammenschluss von WiBAG und Regionalmanagement Burgenland AG (RMB) soll im Juli im Detail geregelt werden.

Der am Dienstag im Aufsichtsrat gefasste Beschluss, 22 Mio. Euro in die Sonnentherme Lutzmannsburg zu investieren, "heißt nicht, dass die Privatisierung für alle Zeit gestoppt ist. Wir werden sie in nächster Zeit nur nicht proaktiv betreiben", erklärte WiBAG-Vorstandsdirektor Peter Schmitl. Bei den ebenfalls für eine Privatisierung ins Auge gefassten Technologiezentren werde man abwarten, wir der Markt reagiere. Derzeit habe man eine 96-prozentige Auslastung erreicht.

Noch keinen Privatisierungsbeschluss gebe es für die St. Martins Therme. "Das wäre auch unsinnig jetzt, in der Phase des Aufbaus", meinte Schmitl. Üblicherweise beginne man eine Privatisierung nach vier bis fünf Jahren.

"Ganz bestimmt" werde es hingegen zur Verschmelzung der Regionalmanagement Burgenland AG (RMB) und der WiBAG kommen, so Schmitl. Dies mache auch Sinn. Obwohl das RMB eine völlig andere Schiene fahre, gebe es sicher Synergien. Ein Grundsatzbeschluss sei bereits gefasst worden, Am 5. Juli sollen dann die Detailbeschlüsse erfolgen, "dann geht es an die Arbeit, die beiden Unternehmen zusammenzuführen."

Bei ihrer Bilanz blickten die Vorstände bis ins Jahr 2000 zurück. Damals erfolgte eine Reorganisation der WiBAG und die Aufteilung in mehrere Geschäftsbereiche. Als erste Wirtschaftsagentur der Bundesländer habe man einen One-Stop-Shop umgesetzt. Seit 2004 wurden 15 Unternehmen privatisiert - beispielsweise Vossen, Alu-Sommer oder Lenzing-Lyocell - an denen die WiBAG substanziell oder mehrheitlich beteiligt war.

Nach der Umsetzung des eingeschlagenen Privatisierungsprogramms will sich die WiBAG auf ihre Kernaufgaben Standortmarketing und Betriebsansiedlung konzentrieren. Unter anderem sollen interkommunale Projekte wie von mehreren gemeinden betriebene Wirtschaftsparks forciert werden.