Erstellt am 19. Oktober 2011, 00:00

Wie viele Warnwesten?. ÖAMTC / Wer nach Ungarn fährt, muss darauf achten, dass andere Regeln im Straßenverkehr gelten. Bald wird vereinheitlicht.

ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant, ÖAMTC-Generalsekretär Oliver Schmerold, ÖAMTC-Präsident Werner Kraus und ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer präsentieren vor dem EU-Parlament in Brüssel Pannenzubehör, das in anderen EU-Ländern gesetzlich im Auto mitgeführt werden muss – wie beispielsweise eine Verbandsschere oder Beatmungsmasken. Gemeinsam mit österreichischen EU-Parlamentariern von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen will der ÖAMTC nun eine einheitliche Mitführpflicht durchsetzen. DORIS SEEBACHER  |  NOEN
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VON DORIS SEEBACHER AUS BRÜSSEL

Welcher Autofahrer weiß schon, dass man in Ungarn nicht nur als Autofahrer, sondern auch als Fußgänger außerhalb des Ortsgebiets bei schlechter Sicht eine Warnweste braucht? Oder dass es in Slowenien und in der Slowakei Pflicht ist, ein Ersatzlampenset im Auto mitzuführen? Kaum jemand.

Und so kann es schnell passieren, dass man bei einem kurzen Ausflug ins Nachbarland von der Polizei gestoppt und zur Kasse gebeten wird. Aber auch bei Urlaubsfahrten in andere EU-Länder kann es zu bösen Überraschungen kommen. In Spanien braucht man beispielsweise einen Ersatzreifen, dafür aber kein Erste-Hilfe-Set. „Ein Club-Mitglied wurde in Tschechien gestraft, weil es eine spezielle Schere nicht in seinem Verbandskasten hatte“, so ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer.

Burgenländer sind brav  bei der Pannenausstattung

Die Burgenländer sind besonders verantwortungsvoll, was die Erste-Hilfe-Ausstattung im Fahrzeug betrifft. „Die neuen Fahrzeuge sind von Haus aus mit Pannendreieck, Verbandskasten und Warnweste ausgestattet“, heißt es vonseiten der Verkehrsabteilung Burgenland. Und wenn nicht? Dann zahlt man 15 Euro für jedes fehlende Teil.

Neues EU-Gesetz soll für  einheitliche Regelung sorgen

Der ÖAMTC setzt sich bereits seit Langem für eine Vereinheitlichung dieser unterschiedlichen Mitführpflichten ein. Und die soll folgendermaßen aussehen: Ein genormtes Verbandspaket, Warnwesten für alle Fahrzeuginsassen sowie ein Warndreieck sollen dann EU-weit Pflicht sein.