Erstellt am 02. März 2012, 10:52

Wieder nur kleiner Schritt zur Gleichberechtigung. Auch die heurige Bilanz zum Frauentag zeigt, wie zäh der Weg zur Gleichberechtigung ist. Auch 2010/11 wurde nur ein kleiner Schritt zur Gleichstellung am Arbeitsmarkt und beim Einkommen gesetzt.

Auch die heurige Bilanz zum Frauentag zeigt, wie zäh der Weg zur Gleichberechtigung ist. Auch 2010/11 wurde nur ein kleiner Schritt zur Gleichstellung am Arbeitsmarkt und beim Einkommen gesetzt. Die Einkommensschere bewegte sich kaum, Frauen haben nach wie vor weit kleinere Pensionen und ihre Erwerbstätigkeit liegt klar hinter der der Männer.

Längerfristig ist die Erwerbstätigkeit der Frauen stärker gestiegen als die der Männer. Das ist allerdings in erster Linie auf Teilzeitarbeit zurückzuführen, geht aus Daten der Statistik Austria hervor.

Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-jährigen Frauen ist zwischen 2000 und dem dritten Quartal 2011 von 59,4 auf 67,2 Prozent gestiegen. Die Quote der Männer lag 2010 mit 77,1 Prozent sogar unter jener von 77,3 Prozent im Jahr 2000, erholte sich bis zum dritten Quartal 2011 aber auf 78,9 Prozent.

Für Frauen - vor allem jene mit Kindern - bedeutete dies allerdings oft keine gut bezahlten Vollzeitjobs. Denn 69,1 Prozent der 25- bis 49-jährigen Mütter waren 2010 teilzeitbeschäftigt - und mit 81 Prozent machten die Frauen 2010 weiterhin den Löwenanteil der Teilzeitbeschäftigten aus.

So gut wie gar nicht hat sich vor zwei Jahren (aktuellere Zahlen hat die Statistik Austria nicht) die Einkommensschere bewegt. 2010 verdienten die Frauen um durchschnittlich 39,7 Prozent weniger als die Männer, 2009 waren es 39,8 Prozent. Was kein großer Fortschritt gegenüber den 40,3 Prozent des Jahres 2000 ist. Das liegt zu einem Teil auch am hohen Teilzeitanteil. Wird dieser Einfluss ausgeklammert, zeigt sich etwas mehr Bewegung: Bei den ganzjährig Vollzeitbeschäftigten reduzierte sich die Einkommensdifferenz von 22,5 (2004) auf 19,1 Prozent (2010).

Niedrige Einkommen und die Auszeit für die Kindererziehung drücken natürlich auch auf die Altersversorgung. 784 Euro betrug 2010 die durchschnittliche Alterspension der Frauen (ohne Beamte), 1.632 Euro die der Männer - das heißt, dass die Pension der Frauen um 51,9 Prozent niedriger war.