Erstellt am 21. Juni 2012, 13:30

Wiener "Check-in 3" nun auch offiziell eröffnet. 16 Tage nach der Inbetriebnahme ist der als "Skylink" bekanntgewordene "Check-in 3" auf dem Flughafen Wien in Schwechat am Donnerstag auch offiziell eröffnet worden. Seit 5. Juni seien im neuen Terminal bereits "mehr als eine halbe Million Passagiere abgefertigt" worden, betonte Vorstand Julian Jäger.

Sein Kollege Günther Ofner zeigte sich "sehr sicher", dass der Airport für das Projekt "weniger als 760 Mio. Euro ausgeben" werde. Ausgegangen sei man von 830 Mio. Euro.

Zufrieden zeigten sich am Donnerstag die Landeshauptleute Pröll und Häupl als Eigentümervertreter. Er gehe davon aus, dass die Weichen auf dem Flughafen Wien nun "optimal gestellt sind", so Niederösterreichs Landeschef. Er habe daher "ein gutes Gefühl, was die weitere Entwicklung angeht". Den Verantwortlichen auf dem Airport wünschte Pröll "strategische Klugheit", unternehmerischen Geist und, dass "nach strengen kaufmännische Regeln gearbeitet" werde. "Negative Schlagzeilen brauchen wir nicht mehr."

Häupl sprach von einer dreifachen Bedeutung des Flughafens für die Stadt Wien: als Betrieb und Arbeitgeber, für die wirtschaftliche Entwicklung und für den Tourismus. Die Vergangenheit wolle er dort belassen, wo sie hingehöre - "bei den Historikern, allfällig bei den Rechtsanwälten".

Der Blick sei "ausschließlich in die Zukunft gerichtet", betonte Aufsichtsratsvorsitzender Erwin Hameseder. Allerdings werde die Flughafen Wien AG Schadenswiedergutmachung für das Haus "mit aller Konsequenz verfolgen". 15 Mio. Euro an Schadenersatzzahlungen seien bereits "erkämpft" worden, fügte Ofner hinzu. Weil "Check-in 3" natürlich Kosten verursache, werde das Projekt kurzfristig das Ergebnis belasten.