Erstellt am 29. November 2010, 11:46

Winterwetter: Verkehrsunfälle und Stromausfälle. Mittlerer und südlicher Landesteil waren am stärksten betroffen. Etwa 13.000 Haushalte waren bis zu fünf Stunden ohne Strom.

 |  NOEN
Der Wintereinbruch hat am Wochenende im Burgenland Mitarbeiter der Straßenmeistereien sowie des Energieversorgers Bewag auf Trab gehalten. Auf schneeglatter Fahrbahn gerieten am Sonntag mehrere Fahrzeuge ins Schleudern und schlitterten in den Straßengraben, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland. Im Landessüden zogen heftige Schneefälle auch das Stromnetz in Mitleidenschaft.

Insgesamt acht Personen sind bei zwei Verkehrsunfällen im Mittel- bzw. im Südburgenland unbestimmten Grades verletzt worden, hieß es von der Exekutive. Sowohl in Unterpetersdorf (Bezirk Oberpullendorf) als auch in Neuberg (Bezirk Güssing) waren die Lenker auf der winterlichen Fahrbahn mit ihren Autos ins Schleudern gekommen. Die Fahrzeuge wurde erheblich bis total beschädigt. Die Verletzten wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Einsatzreich war der Sonntag bzw. die Nacht auf Montag aber nicht nur für die Rettungskräfte. Auch bei den Entstörungstrupps der Bewag herrschte Hochbetrieb. Der schwere Nassschnee führte im Mittel- und Südburgenland zu zahlreichen Baumbrüchen. In der Folge wurden auch Freileitungen beschädigt, teilte der Energieversorger mit. Insgesamt waren etwa 13.000 Haushalte in 74 Gemeinden von Stromausfällen mit einer Dauer von 30 Minuten bis etwa fünf Stunden betroffen.

20 Mitarbeiter der Bewag Netz GmbH standen im Dauereinsatz. Sie mussten in den Nachtstunden 15 Störungen, verteilt auf die Bezirke Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Jennersdorf beheben. Zu den ersten Schäden kam es Sonntag gegen 21.40 Uhr. Bis Montag um etwa 6.30 Uhr konnten nach Unternehmensangaben alle Störungen beseitigt werden. "Im Augenblick sind alle versorgt, es ist alles behoben", sagte ein Sprecher.