Erstellt am 20. Mai 2011, 15:37

Wirbel bei ÖÖB-Postbus um kranke Mitarbeiter. Beim ÖBB-Postbus gehen wieder die Wogen hoch: Auf kranke Mitarbeiter sei vom Management Druck ausgeübt worden, kritisiert Betriebsratsvorsitzender Robert Wurm.

Beim ÖBB-Postbus gehen wieder die Wogen hoch: Auf kranke Mitarbeiter sei vom Management Druck ausgeübt worden, kritisiert Betriebsratsvorsitzender Robert Wurm im Gespräch mit der APA. Mehrere im Krankenstand befindliche Postbus-Mitarbeiter hätten die Aufforderung bekommen, sich in Wien einer Untersuchung zu unterziehen. Der Betriebsrat spricht von einer "Schikane".

"Die Mitarbeiter könnten genauso in ihren Bundesländern untersucht werden. Offenbar will man die Diagnosen durch die Hintertür erfahren", mutmaßt Wurm. Weiters werden die betroffenen Kranken im Schreiben des Unternehmens darauf hingewiesen, dass sie die Kosten dieser Untersuchung - und damit auch die An- und Abreise nach Wien - unter Umständen sogar selbst zu tragen haben.

Die Untersuchungen sollen bei der Wellcon GmbH durchgeführt werden, einer gemeinsamen Tochter der Versicherungsanstalt für Eisenbahn und Bergbau und der ÖBB. Die Wellcon hat laut FirmenCompass sechs inländische Betriebsstätten, und zwar in Wien, St.Pölten, Linz, Innsbruck, Graz und Villach.

Derartiges sei beim Postbus noch nie passiert. Trotz schriftlicher Aufforderung des Betriebsrates habe die Geschäftsleitung der ÖBB-Postbus GmbH bisher nicht reagiert, so der Betriebsratschef. Auf APA-Anfrage kündigten die ÖBB eine Stellungnahme an.