Erstellt am 21. März 2013, 11:09

Wirtschaft bleibt auf fragilem Erholungskurs. Österreichs Wirtschaft wird sich heuer und nächstes Jahr weiter erholen - aber nur zögerlich und mit anhaltender Unsicherheit.

Diese Einschätzung von Wifo und IHS hat sich in der am Donnerstag vorgelegten Frühjahrsprognose gegenüber den Erwartungen von Dezember nicht geändert. Für 2013 rechnet das Wifo weiterhin mit 1,0 und das IHS unverändert mit 0,8 Prozent realem Wirtschaftswachstum.

2013 soll das BIP dann aus Sicht beider Institute etwas kräftiger um 1,8 Prozent zulegen. Voriges Jahr war das Wachstum mit 0,8 Prozent etwas höher als zuletzt gedacht: Vor allem die Anlagen- und Bauinvestitionen haben stärker angezogen. Wermutstropfen für 2013 und 2014: Die Arbeitslosigkeit dürfte noch einmal steigen und die Inflation nur langsam zurückgehen.

Das Arbeitskräfteangebot dürfte zwar weiter kräftig expandieren, dennoch kommen kaum mehr Unselbstständige in Beschäftigung, glaubt das Wifo. Daher dürfte die Arbeitslosigkeit 2013 und 2014 mit 7,4 Prozent nach nationaler Definition sogar noch höher sein als voriges Jahr (7,0 Prozent), erwarten beide Institute unisono. Vom Privatkonsum kommen heuer und nächstes Jahr schwächere Impulse als noch vor drei Monaten gedacht.

Das Bild für die Weltwirtschaft hellt sich laut Wifo bereits im 4. Quartal etwas auf, daher sollte es weltweit - vor allem in den Schwellenländern - ab dem Frühjahr 2013 eine zügige Erholung geben.

Im Euroraum jedoch habe sich die Rezession mit einem BIP-Rückgang um 0,6 Prozent zum Vorquartal zum Jahresende 2012 allerdings deutlich verstärkt, erklärte das IHS. Besonders betroffen waren davon die unter der Staatsschulden- und Bankenkrise leidenden Staaten wie Spanien, Portugal, Italien, Slowenien und Zypern. Auch in Deutschland habe die Wirtschaftsleistung spürbar abgenommen.