Erstellt am 08. Juni 2011, 11:26

Wirtschaft in der Eurozone hängte USA und Japan ab. Trotz Schuldenkrise hat die Wirtschaft in der Euro-Zone die USA und Japan zum Jahresauftakt abgehängt. Im ersten Vierteljahr zog die Konjunktur in den 17 Ländern des Währungsraums um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal an.

Trotz Schuldenkrise hat die Wirtschaft in der Euro-Zone die USA und Japan zum Jahresauftakt abgehängt. Im ersten Vierteljahr zog die Konjunktur in den 17 Ländern des Währungsraums um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal an, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch meldete. Die Wirtschaft in den USA legte nur um 0,5 Prozent zu, die japanische schrumpfte wegen der Flutkatastrophe um 0,9 Prozent.

Die Länder in der Euro-Zone erholen sich jedoch nicht gleichmäßig. Während Deutschland als größte Volkswirtschaft mit 1,5 Prozent und Frankreich als Nummer zwei mit einem Prozent für deutlichen Schub sorgen, stockt die Erholung in vielen Sorgenländern.

Italien schaffte nur ein Miniwachstum von 0,1 Prozent, Spanien blieb mit 0,3 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt und in Portugal gab es mit 0,7 Prozent sogar das zweite Minus in Folge. Die griechische Wirtschaftsleistung kletterte zwar um 0,8 Prozent, war aber Ende 2010 auch um kräftige 2,8 Prozent eingebrochen. Griechenland, Irland und Portugal konnten eine Staatspleite nur dank Milliarden-Hilfen der europäischen Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) verhindern.

Experten gehen davon aus, dass die Erholung in der Euro-Zone ihren Höhepunkt überschritten hat. Die EU-Kommission erwartet für den Währungsraum 2011 ein Wachstum von 1,6 Prozent.