Erstellt am 26. Juni 2013, 14:33

Wirtschaft stagnierte fünftes Quartal in Folge. Die heimische Konjunktur stagniert - und das nun schon im fünften Quartal in Folge.

Die vergangenen beiden Quartale liefen besonders enttäuschend. Für die kommenden zwölf Monate haben 52 Prozent der Betriebe Investitionen gar nicht mehr angedacht oder gestrichen. Magerer Lichtblick ist die erreichte Bodenbildung - der Aufschwung ist allerdings "verschoben".

Das ist der mit unternehmerischen Unsicherheiten gespickte Sukkus des neuesten Wirtschaftsbarometers der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Indiz für die Bodenbildung ist die leicht verbesserte Erwartungshaltung auf niedrigem Niveau gegenüber Herbst 2012. Aber nur 13 Prozent der Unternehmen rechnen derzeit mit einer Verbesserung des Wirtschaftsklimas; im Herbst waren es vier Prozent gewesen. Per Saldo ist die Erwartungshaltung derzeit aber im negativen Bereich.

"Ein spürbarer Aufschwung ist aufgrund der vorliegenden Daten, trotz der erreichten Bodenbildung, nicht zu erkennen", sagte Christoph Schneider, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer. Wann der Aufschwung komme, sei "nicht in Sicht". Positiv sei immerhin, dass "sich die Unternehmen nicht entmutigen lassen". Die eigene Situation wird im Barometer nämlich besser eingeschätzt, als die Situation der Gesamtwirtschaft.

Auch die Beschäftigung dürfte sich demnach seitwärts und immerhin nicht negativ entwickeln. Sechs von zehn Unternehmen wollen die Beschäftigung halten und die für die heimische Wirtschaft besonders wichtigen mittleren Unternehmen rechnen jeweils zu mehr als einem Drittel mit it einer Verbesserung der Auftragslage beziehungsweise Kapazitätsauslastung. Auch will immerhin ein Viertel der mittelgroßen Firmen in den kommenden zwölf Monaten das Personal aufstocken.