Erstellt am 11. Mai 2011, 07:18

Wirtschaft wehrt sich. STREIT / Die ÖGJ nennt immer wieder schwarze Schafe aus der Wirtschaft, verrät der Wirtschaftskammer aber keine Namen.

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VON DORIS SEEBACHER

Bei der Österreichischen Gewerkschaftsjugend Burgenland (ÖGJ) häufen sich momentan Beschwerden, denen zufolge sich Arbeitgeber nicht an die Behaltefrist nach Ablauf der Lehre halten. „In letzter Zeit bekamen wir etwa 20 Beschwerden darüber, vor allem aus dem Metallbereich“, so ÖGJ-Landessekretär Oliver Krumpäck.

„Nicht nur alles über die  Medien hinausposaunen“

Die Wirtschaftskammer (WK) wehrt sich nun gegen die laufenden Vorwürfe der ÖGJ und fordert, endlich genaue Fakten auf den Tisch zu legen und „nicht nur alles über die Medien hinauszuposaunen“, so WK-Pressesprecher Harald Schermann. Denn: „Auch wir dulden keine schwarzen Schafe.“

„Über die Medien wollen wir  jungen Leuten Mut machen“

Krumpäck rechtfertigt diese Vorgehensweise damit: „Sobald ich in einem Betrieb Interventionen durchführe, werden die Arbeitnehmer eingeschüchtert.“ Und: „Über die Medien wollen wir die Leute darauf aufmerksam machen, dass sie sich im Falle eines Problems an uns wenden können.“ Und der Erfolg habe sich auch bestätigt. „Denn nach Medienberichten zeigten immer mehr Leute den Mut, sich bei uns zu melden“, so Krumpäck.

Die WK befürchtet, dass sich durch die Negativmeldungen noch weniger Jugendliche zu einer Lehre entschließen könnten oder dass immer weniger Betriebe zur Lehrlingsausbildung bereit sein werden. Er verweist darauf, dass es auch in der WK eine Ansprechstelle gebe, falls es zu Problemen im Job kommen sollte.