Erstellt am 30. August 2011, 15:30

Wirtschaftsgespräche beim Forum Alpbach eröffnet. Im Tiroler Kongressdorf Alpbach sind am Dienstagmittag die diesjährigen Wirtschaftsgepräche eröffnet worden. Unter dem Motto "Wieviel Staat braucht der Markt?" erörtern bis Donnerstagmittag Wissenschaftler, Interessensvertreter und Politiker die ordnungspolitischen Folgerungen aus der Finanzkrise.

Im Tiroler Kongressdorf Alpbach sind am Dienstagmittag die diesjährigen Wirtschaftsgepräche eröffnet worden. Unter dem Motto "Wieviel Staat braucht der Markt?" erörtern bis Donnerstagmittag Wissenschaftler, Interessensvertreter und Politiker die ordnungspolitischen Folgerungen aus der Finanzkrise.

Industriellenvereinigungs-Präsident Veit Sorger, Vertreter eines großen Sponsors der Veranstaltung, warnte in seinem Eröffnungsstatement vor einer Rückkehr zu einer stärkeren Staatswirtschaft. Schuld an der Krise seien nicht primär "profitgierige Manager", sondern eher kurzfristig orientierte auf Wahlerfolge schielende Politiker. Statt auf Verteilungs- setze er auf Leistungsgerechtigkeit und Chancengleichheit, erklärte Sorger. Er warnte vor seiner Meinung nach "vereinfachenden" Ansichten, die Euro-Verschuldungskrise sei durch einen Austritt Griechenlands oder die Konzentration auf einen Hartwährungs-Euro zu lösen: "Außer Chaos gibt es keine Alternative zur europäischen Integration, und es gibt auch keine Alternative zu ihrer Vertiefung, auch wenn die Lösung der aktuellen Verschuldungskrise hohe Kosten verursacht."

Zu den Wirtschaftsgesprächen werden u.a. Vizekanzler Michael Spindelegger (V) und die EU-Kommissare Joaquin Almunia und Vladimir Spidla sowie der frühere Binnenmarktkommissar Mario Monti sowie EZB-Ratsmitglied Jürgen Stark erwartet.